this post was submitted on 29 Dec 2025
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[–] matengor@lemmy.ml 13 points 3 months ago* (last edited 3 months ago)

Wer sich fragt, warum in meinem Artikel nur eine einzige Stadträtin den dramatischen Rechtsruck offen kritisiert, kann angesichts des Abstimmungsverhaltens erahnen, woran das liegt: Es gibt kaum noch politisch Engagierte, die mit der AfD nichts zu tun haben und offen darüber mit einem Journalisten sprechen möchten. Einige Leute, mit denen ich während meiner Recherchen Kontakt hatte, weigerten sich, zitiert zu werden. Andere wollten sich gar nicht erst zum Gespräch treffen – aus Angst vor den Reaktionen.

Jene Stadträtin, die so offen Kritik geübt hatte, spürt an diesem Februarabend im Stadtrat die Konsequenzen: André Krillwitz, Fraktionschef von »Pro Bitterfeld-Wolfen«, will wissen, warum die junge Kollegin die Zustände in der Stadt öffentlich kritisiere. »Da frage ich mich, warum Sie hier noch wohnen«, sagt er. Wem es hier nicht gefalle, könne ja wegziehen.

Ich empfehle, den ganzen Artikel zu lesen. Zum einen versteht man das System, wie aktuell Kritik unterdrückt wird. Zum anderen erfährt man: Der Autor möchte die Auseinandersetzung bzw den Dialog mit dem Stadtrat nicht abbrechen lassen und sich weiter mit der Situation beschäftigen. Ich hoffe, dass da noch was bei rumkommt außer maulige Versuche, ihn zu diskreditieren.