this post was submitted on 06 Dec 2025
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Frag Feddit
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Bevor sie von absolut wahnsinnigen Typen gekapert wurde, hatte meiner Meinung nach diese Bewegung des effektiven Altruismus einige gute Ideen: Im Endeffekt kannst du mit deinem Geld am Meisten erreichen, wenn du es in den globalen Süden schickst. Für 50€ kannst du einen Menschen per OP von seiner Blindheit heilen. Es ist auch erschreckend günstig, einen Menschen vor dem Verhungern zu retten. Die Ärmsten der Armen leben ja von unter einem Dollar am Tag und da kommst du mit deinen 100€ sehr weit.
Gleichzeitig gibt es aber natürlich auch gute Argumente dafür, dass man gezielt das unterstützt, was im eigenen Umfeld ist. Die lokalen Gruppen. Die Onlineprojekte, die man wirklich gerne nutzt.
Das große Problem ist halt wie man das Geld zu denen bringt die es wirklich brauchen. Bin bei so großen Spendenorganisationen skeptisch wievuel und wo genau das Geld ankommt. Außerdem schafft es auch wieder nur Abhängigkeiten. Was meines letzten Wissenstandes langfristig am meisten bringt sind Mikrokredite für Frauen, die sich damit ein Geschäft oder ähnliches aufbauen. (Frauen weil die das Geld eher nicht verprassen und sich eher für die Familie bzw. die Gemeinschaft engagieren)
Um "Die Anstalt" sinngemäß zu zitieren: am wenigsten kommt da an, wenn du gar nichts spendest. Und die Abhängigkeiten haben wir doch schon lange geschaffen, mit der Ausbeutung vom Süden.
Tatsächlich braucht es oft nur ganz wenig, um sehr viel zu erreichen: "Mit einer einfachen Brille kann man das Leben eines Menschen komplett verändern."
Und es gibt noch Millionen Menschen, denen so enorm geholfen werden kann.
Das Projekt EinDollarBrille finde ich daher besonders gut: Zum einen hilft es vielen erstmals in ihrem Leben zu sehen. Zum anderen ermöglicht es zahlreichen weiteren, dank einer Ausbildung zur lokalen Fachkraft, ihre Familie zu ernähren.
Der ehemalige Mathelehrer Martin Aufmuth, der die in der Pampa einsetzbaren Federstahlbrillen und eine Biegemaschine erfunden hat, hatte wirklich eine sehr gute Idee. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe, und daher nachhaltig. Das Projekt arbeitet transparent, der Hunni ist dort gut aufgehoben.