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Der CDU-Lokalpolitiker Dieter Breymann beklagt in viralen Videos den konservativen Kurs der Partei. Auch die Kritik an Friedrich Merz ist groß – trotzdem fürchtet er sich vor dessen Aus.

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Wie erklärt er sich, dass die CDU, gerade an der Spitze, AfD-Themen übernommen hat? Er sagt, wir lebten in einem Zeitalter der Narrative. „Es gibt ganz verhängnisvolle Erzählungen. Die erste verhängnisvolle Erzählung ist die vom Linksruck der CDU unter Merkel. Die zweite ist, dass die CDU gezwungen werde, linke Politik zu machen.“ Breymann hält beides für Unsinn. Für ihn kam es gar nicht infrage, dieses Narrativ zu übernehmen. Er war Großvater geworden. Und für seine Enkel wollte er einen bewohnbaren Planeten und ein freies Land.

Er sagt, er mache Kulturpolitik, er sei in einem geistigen Beruf tätig, wissenschaftsaffin. Da stelle sich die Situation nicht so dramatisch dar wie für andere CDU-Anhänger. Deutschland ist für ihn kein völlig überfordertes Land mit dramatisch gewachsener Kriminalität. „Doch die Parteispitze will lieber über Flüchtlinge und Abschieben reden. Es steht drauf: Christdemokraten. Aber wir benehmen uns wie halbstarke Schläger.“

[...]

Mit einigen Parteifreunden hat sich Breymann zum Compass Mitte zusammengeschlossen, mit dem Ziel, den Kurs der CDU zu korrigieren. Vor wenigen Wochen sind sie mit der Initiative an die Öffentlichkeit gegangen. Sie wollen das C in der CDU stärker betonen, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Prüfung eines AfD-Verbots. Er bezeichnet es als Hybris seiner Partei zu glauben, „dass ich fanatisierte Gläubige wegregieren kann. Und dann sitzen wir alle in zehn Jahren im Knast.“

Wenige prominente CDU-Politiker haben bisher unterschrieben. Als einziges Bundestagsmitglied hat sich Roderich Kiesewetter dazu bekannt. Es gab viel Kritik von der CDU-Spitze. Breymann sagt, Karl-Josef Laumann und Armin Laschet, sozusagen Vertreter des linken Flügels, seien vorgeschickt worden, Compass Mitte kleinzureden. Doch er wundert sich, warum man so sehr über sie spreche, wenn sie doch so unwichtig seien.

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[–] SkavarSharraddas@gehirneimer.de 13 points 4 months ago (1 children)

Das müssen die Wähler merken, nicht die Mitglieder (ausser denen die so bekannt sind dass sie eine signifikante Zahl an Wählern mitnehmen wenn sie austreten). Eine interne Gegenbewegung zur "Trump at home"-CDU-Spitze ist doch gut.

[–] baleanar@discuss.tchncs.de 4 points 4 months ago

Es ist gut, ja aber vielleicht wird er zum Erkenntnis kommen dass die Partei zu sehr verändert ist. Eine Zersplitterung der CDU könnte ich nur begrüßen.