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Die Universität Potsdam sieht nach Plagiatsvorwürfen gegen die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig einen Anfangsverdacht bei ihrer Doktorarbeit. "Es wird zunächst geprüft, ob ein hinreichender Anfangsverdacht vorliegt. Das wurde bejaht", sagte Universitätspräsident Oliver Günther. "Deswegen gehen jetzt die zuständigen Gremien an die Arbeit, außerdem wird Frau Ludwig die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben."

[...]

Die Potsdamer CDU-Politikerin ist eine der größten Kritikerinnen der SPD-Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Ludwig hatte auf X gefordert, solange Plagiatsvorwürfe gegen die Juristin nicht restlos ausgeräumt seien, müsse sie ihr Amt am Lehrstuhl ruhen lassen. Sie hält Brosius-Gersdorf nicht für wählbar.

[...]

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[–] b_tr3e@feddit.org 24 points 8 months ago

Im Endeffekt kann man bei den Doktorarbeiten von Karrierepolitikern ohnehin Wertlosigkeit voraussetzen. Die Allerwenigsten dürften in der Absicht erstellt worden sein, wisenschaftliche Durchbrüche zu erzielen, sondern sind zur Erfüllung der Voraussetzungen für eine politische Karriere gedacht. Entweder überdenkt man die Sinnhaftigkeit dieser Praxis, oder man riskiert die vollständige Entwertung der Promotion. In der Medizin gibt es diese Überlegungen schon lange und obwohl weitgehende Einigkeit darüber herrscht, dass ein Doktortitel für einen praktizierenden Mediziner keinen Mehrwert verleiht, besteht der "Doktorzwang" trotzdem weter. Es ist wohl schlicht so, dass die gesellschaftliche Achtung wissenschaftlicher Titel deren Bedeutung in etlichen Fachrichtuingen weit übersteigt.