caput_t

joined 9 months ago
[–] caput_t@feddit.org 1 points 3 days ago

Hi, ein betriebliches Eingliederungsmanagement ist noch am Laufen und die Schwerbehindertenvertretung hat mir auch schon nahegelegt, mich nach anderen Stellen umzusehen. In der Tat bin ich mit meinem Job nicht mehr so zufrieden. Das war mal anders. Seit langem (so habe ich den Eindruck) liegt die Priorität in der Masse des Outputs statt in der Qualität. Zweiteres ist eher meine Arbeitsweise. Gleichzeitig ist die Befürchtung vorhanden, den Job zu verlieren.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Thank you very much for your detailed response. There are several points where I can empathize deeply. I am sorry that the day of the tour ended on such an unpleasant note.

Do you have trouble eating or drinking balanced meals? I wonder if a vitamin or even calorie deficiency could be contributing. I have to eat before I take my meds (even though I find it hard to eat in the morning) or my brain crashes hard in the afternoon.

My diet is balanced. I don't eat excessive amounts of meat; it is largely plant-based.

I want to ask more about the overtime. Why are you doing so much overtime? Are you unable to hit objectives? Are the objectives “real” or self imposed? Or do you have trouble transitioning away from work?

I work these extra hours because, generally speaking, I take longer to complete my tasks—though, in return, I am more thorough in my field. I try to compensate for the reduced output resulting from this by working overtime. Unfortunately, my work can also be time-critical, as other people depend on my decisions.

.... I usually end up going down unproductive rabbit holes so it’s not like I’m churning out widgets and making others look bad in comparison.

... I feel like I have to work longer because of all the extra effort that goes into doing what I feel are basic tasks. I can’t work off a surface level understanding of something. I need to understand it before I make a decision. ...

That is, in fact, part of the reason why I work overtime. I, too, tend to get lost in the details of a problem or a case. At least, that is how my manager describes it. I see it somewhat differently—actually, much in the way you describe it in the paragraph above. I can relate to that so well. The mere fact that you, too, apparently feel this way gave me the sense that I am not alone—or simply stupid. Thank you!

Edit: changed "team meeting" to "tour" at the beginning.

[–] caput_t@feddit.org 4 points 5 days ago (1 children)

Yes, I certainly think so—or at least, that is the feedback I receive. In my performance reviews, my professional expertise and the quality of my work consistently fall within the above-average range. The quantity of my work, however, falls into the below-average range.

A colleague once remarked that I was a "walking encyclopedia." Personally, however, I don't see myself that way.

I have also already tried to leverage this very strength as a selling point. I was told that while this is indeed a nice asset, the field I work in ultimately places the priority on sheer volume.

Consequently—once again—I am currently trying to look around for positions that would be a better fit for me.

[–] caput_t@feddit.org 5 points 5 days ago (3 children)

No, that’s not it. I take longer to complete my tasks, but in return, I am more precise. I get bogged down in details too easily and want to get everything right. The overtime is an attempt to compensate for that. It is—I think—a poor coping mechanism.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago) (2 children)

Ja, so sollte es sein. Das sieht mein Arbeitgeber aber anscheinend leider nicht so und beharrt darauf, dass zuviele Überstunden eine Verletzung der entsprechenden Dienstvereinabrung ist.

Zitat aus dem Protokoll des Gesprächs:"

" trägt mit seiner Arbeit nicht wesentlich zum Teamerfolg bei, sodass die Anzahl der geleisteten Mehrstunden in keinem Verhältnis zur Quantität stehen."

usw.

Dabei löst das ja mein Problem nicht. Im Gegenteil, es erzeugt mehr Druck. Die Überstunden sind schlechtes Coping. Ich mache mehr, weil ich generell für meine Tasks länger brauche. Dabei weiß ich nicht mal was wesentlicher Teamerfolg sein soll. Ich vermute, die Führungskraft aber auch nicht.

Edit ab hier: Man sieht mir meine Einschränkung halt nicht an und das trägt vielleicht auch ein Stück dazu bei.

Blöd gesagt: Ich würde einen Menschen mit nur einem Arm ja auch nicht ernsthaft fragen, warum er oder sie so lange braucht um ein Schreiben am PC aufzusetzen, wenn es der Rest der Belegschaft (mit zwei Armen) in der Hälfte der Zeit schafft.

/mal überspitzt

 

Hello everyone,

I'll keep my questions brief. I'm in my mid-40s. I was diagnosed with ADHD in April 2025. I take Elvanse 30mg. I'm also now taking Ramipril 2.5mg and Bisoprolol 1.25mg once a day each, because my blood pressure isn't great anymore.

During the week at work, I can stay awake. But in the evenings, I'm absolutely exhausted and incredibly tired. I'm constantly worn out and have a huge need for rest and sleep.

I work too much overtime and keep getting in trouble for it, and now I'm facing disciplinary action because excessive overtime is considered a violation of the company agreement. I've had equal status with severely disabled people since 2025. My employer is aware of this.

Do you also experience this constant fatigue/exhaustion despite medication? Like, could you sleep anytime, anywhere?

Do you also experience this constant fatigue/exhaustion despite medication?

What are your experiences with conflicts at work? Has anyone had personal experience with disciplinary action? In my case, it's in the public sector. Perhaps excessive overtime has also been an issue, as people try to compensate for extra time with overtime.

 

Hallo an Alle,

ich halte meine Fragen kurz. Ich bin Mitte 40. Seit 04/2025 mit ADS diagnostiziert. Nehme Elvanse 30mg. Inzwischen auch Ramipril 2,5mg und 1,25mg Bisoprolol jeweils 1x tgl., weil der Blutdruck nicht mehr so dolle ist.

In der Woche beim Arbeiten kann ich wach bleiben. Abends bin ich aber absolut erschlagen und unheimlich müde. Ich bin ständig erschöpft und habe ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf.

Habe zuviele Überstunden auf Arbeit und bekomme deswegen immer wieder Ärger und jetzt stehen auch personalrechtliche Konsequenzen an, weil zuviele Überstunden als Verletzung der Dienstvereinbarung gewertet wird. Habe seit 2025 Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen. Arbeitgeber weiß das.

Kennt ihr diese ständige Müdigkeit/ Erschöpfung auch trotz Medis? Also, dass ihr ständig und überall schlafen könntet?

Wie sieht es bei Euch mit dem Anecken auf Arbeit aus? Gibt es jemanden, der selbst mit personalrechtlichen Konsequenzen zu tun hatte. Bei mir ist es der öff. Dienst. Vielleicht auch wiederholt zuviele Überstunden als Thema hatte, weil man damit die Zeit, die man länger braucht, mit Überstunden zu kompensieren versucht.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 9 months ago

ich musste gut lachen. Den Rotzeder finde ich super.

[–] caput_t@feddit.org 3 points 9 months ago

Gern geschehen 😉

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AltBauchArme (de.m.wiktionary.org)
[–] caput_t@feddit.org 1 points 9 months ago (1 children)

Lieben Dank @feldwespe ☺️, auch für die weiterführenden Links, auch wenn ich sie (gerade) noch nicht gelesen habe. Ich hatte aus Neugier einige Tage mit dem Elvanse ausgesetzt. also vier Tage. Gestern habe ich wieder meine verschriebene Dosis eingenommen. Ich wollte mir daurch Klarheit verschaffen, ob die Symptome der AD(H)S wiederkommen und ja das tun sie (das ist irgendwie ein wenig witzig, weil es auch etwas so ist, als ob man einen Lichtschalter betätigt, nur um zu sehen, ob dann das Licht auch wirklich, in echt und tatsächlich ausgeht 😉).

Definitiv hat meiner Einschätzung nach meine enorme Müdigkeit mit meinem ADS zu tun. Diese ist nämlich wieder weg. Jetzt könnte ich denken: "Ja, es ist ja auch Amphetamin, was Du Dir da einschmeißt. Klar bist Du wach." Aber nein, tatsächlich habe ich jetzt den Eindruck, dass ich alltägliche Dinge etwas besser angehen kann. Eine Ordnung, im Sinne von erst Punkt 1, dann Punkt 2, dann Punkt 3, sehe ich allerdings noch nicht so recht. Gerade in Bezug auf die richtige Relation dessen, was ich mir vornehme (für den Tag) und was ich tatsächlich umzusetzen vermag, bereitet mir nach wie vor große Schwierigkeiten, frei nach dem Gedanken: "Erledige lieber alles auf einmal, weil Du sonst heute scheiterst." Eine gute Selbstorga ist aber (vor allem) auf Arbeit nie meins gewesen, und ja dafür habe ich mich oft geschämt und insgeheim mir stets den Vorwurf gemacht, dass meine Kolleginnen und Kollegen mich dafür verachten (siehe angesprochenes Imposter-Syndrom). Seltsamerweise ist dies in Angelegenheiten, die meine Person selbst betreffen (also Behördenkram, Ärzte und Termine, sowas in der Art) nicht der Fall. Gerade jetzt zu diesem Zeitpunkt, wo das Medikament noch in den Endzügen wirkt, ist mir das aber klar. Für meine eigenen Angelegenheiten kann ich nämlich meine Copingmechanismen einsetzen (z.B. habe ich drei Kalender) und ich nehme mir die Zeit, die ich dafür brauche, auch wenn es mich manchmal selber etwas nervt. Auf Arbeit muss ich mich um die Angelegenheiten Anderer kümmern und das im schlimmsten Fall am besten gestern schon.

Jetzt betrachtet finde ich es für mich gut, dass ich mich getraut habe, einfach mal vier Tage mit dem Medikament auszusetzen. Ich kann zumindest jetzt sagen, dass es für mich einen Unterschied mit und ohne Medis gibt.

Aber, Du hast einen Punkt angesprochen, und zwar die Metapher mit dem Pedelec. Was ich damit sagen will:

Ich weiß jetzt, es gibt für mich einen Unterschied mit bzw. ohne Pillen, nur kann ich mit dem "Pedelec" noch nicht so gut umgehen. Es ist, als müsste ich das Radfahren von Neuem erlernen oder mich einfach daran neu gewöhnen oder als ob man dem berühmten Affen eine Schreibmaschine in die Hände drückt und wartet, bis er durch die Anschläge auf der Maschine zufällig die Abfolge anzuschlagender Buchstaben erwischt, welche hintereinandergelesen einen brauchbaren Spiegel-Bestseller ergeben 😉. Mit genügend langer, langer Zeit ist aber auch dies im Rahmen der Wahrscheinlichkeit desen, was passieren werden wird. Solange will ich natürlich nicht warten, bis auch ich das "Pedelec" bedienen kann (oder einen brauchbaren Spiegel-Betseller schreibe). Aber ich denke, dass hast Du bereits in Deinen freundlichen Worten bereits auch gesagt ☺️ . Ich brauchte wohl nur einmal für mich die Gewissheit, dass es ohne Medis doch anders ist als auch die Rückmeldung, dass es vielleicht gar nicht so ungewöhnlich ist, wenn ich mir Gedanken darüber mache, ob ich ADS jetzt nun habe oder nicht.

Letzen Endes habe ich wohl die "Euphorie" nach der ersten Einnahme ein wenig zu sehr genossen und habe darüber vergessen auch auf die vielleicht nicht gleich so präsenten Veräderungen zu achten und sensitiv genug dafür zu sein.

Noch einmal, lieben Dank und Gruß

PS: Wieso wird der Wirkstoff Lisdexamfetamin nur mit "..f"..geschrieben und das "Amphetamin" aber mit "..ph.."?

[–] caput_t@feddit.org 2 points 9 months ago

I think more focus should be put on how falling >asleep was a primary symptom before.

The more I think about it, you might be right.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 9 months ago

That's an interesting perspective. I hadn't thought of that, thanks.

[–] caput_t@feddit.org 2 points 9 months ago (1 children)

I definitely didn't mean to scare you or make you feel insecure. I'm sorry about that. But for me, without medication, it was the same: I was really tired all the time and could basically fall asleep anytime and anywhere. I would even get bouts of tiredness while driving, and I would ask my wife to keep going under the pretext of needing a break. I was also a little ashamed of being constantly tired, even in the most inappropriate situations. In those moments, I was more concerned with the thought of falling asleep at the handlebars while driving and thus endangering not only myself but everyone else on the road. Of course, I don't know how severe your pressure to sleep is in your situations. For me, it was and probably still is enormous without medication.

[–] caput_t@feddit.org 5 points 9 months ago (2 children)

The cocaine thing wasn't meant literally. I was just exaggerating 😉. I just imagine that people without ADHD might act more like they have ants in their pants when taking Elvanse. But I have to admit, I do miss that feeling a little after I took Elvanse for the first time.

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submitted 9 months ago* (last edited 9 months ago) by caput_t@feddit.org to c/adhd@lemmy.world
 

Hello everyone,

I've been taking Elvanse since June 20th, ever since I received my ADHD diagnosis of inattentive type in April 2025. I'm in my mid-40s. I started with 20mg per day, and since July 8th, my doctor has prescribed 30mg per day.

The first two days of taking Elvanse were almost like an epiphany, because I never would have believed that life could be like this. I can't remember being so balanced. Before, many things around me bothered me: loud noises, conversations, crowds of people, changes in my daily routine. In retrospect, however, I can't say whether it was perhaps just a kind of honeymoon phase.

After the first two days, I felt that the effects of Elvanse were at least less noticeable. This worsened until I was prescribed a higher dose (30 mg) at my appointment with my doctor on July 8th.

Since then, I haven't felt the same way I did after the first two doses of Elvanse.

I've noticed, however, that statements (e.g., from colleagues) that I know trigger me don't affect me as much emotionally or even create a negative focus that's very difficult to break out of.

So far, I've been taking Elvanse continuously since June 20th, but I don't really feel any effect, or I'm not really aware of it.

Before Elvanse, I was constantly tired, and by tired, I mean that I had trouble keeping my eyes open during the day. For a long time, I couldn't explain it. Neither could the doctors, until at some point, at the suggestion of a friend, I got diagnosed with ADxD. Now I explain it to myself as my coping mechanisms, which constantly drained my energy. This fatigue is far from there anymore.

My doctor has now increased my dosage to 40mg of Elvanse per day. I mean, I have my diagnosis in writing, and it was diagnosed in a proper procedure by a trained professional who also studied psychology. It involved several supervised sessions with questionnaires for me and people around me, several interviews, and an evaluation of my school reports. Nevertheless, I often wonder if I really have ADHD. If a person without ADHD took my Elvanse, they would certainly be like they were on cocaine. I, on the other hand, definitely don't notice any overwhelming fatigue anymore.

Do people with ADHD often wonder whether they have ADHD or not? Do you sometimes doubt it too?

Edit:Typos

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submitted 9 months ago* (last edited 9 months ago) by caput_t@feddit.org to c/adhs@feddit.org
 

Hallo an Alle,

Ich nehme seit 20.06. Elvanse seitdem ich im April 25 meine ADS-Diagnose erhalten habe. Ich selbst bin Mitte 40. Angefangen habe ich mit 20mg je Tag und seit d3m 08.07. hat mir mein Doc 30mg je Tag verordnet.

Die ersten zwei Tage mit Elvanse waren fast schon wie eine Erleuchtung, weil ich nie für möglich gehalten hätte, dass das Leben auch so geht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich so ausgeglichen war. Vorher hat mich vieles um mich herum gestört, laute Geräusche, Gespräche, Menschenansammlungen, Veränderungen im Tagesablauf. Im Nachhinein kann ich jedoch nicht sagen, ob es vielleicht nur eine Art Honeymoon-Phase war.

Nach den ersten beiden Tagen hatte ich das Gefühl, dass die Wirkung von Elvanse zumindest nicht mehr so präsent ist. Dies verstärkte sich bis ich im Termin vom 08.07. mit meinem Doc eine höhere Dosis (30mg) verordnet erhielt.

Das Gefühl wie nach den ersten beiden Dosen mit Elvanse hatte ich seit dem nicht mehr.

Ich habe aber bemerkt, dass mich Aussagen (z.B. von KollegInnen), von denen ich weiß, dass sie mich triggern nicht so sehr gefühlsmäßig mitnahmen oder gar einen negativen Fokus aufbauen, aus dem ich nur sehr schwer wieder herauskomme.

Bis jetzt habe ich Elvanse seit dem 20.06. durchgängig genommen, habe aber nicht wirklich das Gefühl einer Wirkung oder sie ist mir nicht wirklich bewusst.

Vor Elvanse war ich ständig müde und mit müde meine ich, dass ich tagsüber schon Schwierigkeiten hatte, die Augen offen zu halten. Lange konnte ich mir das nicht erklären. Auch die Ärzte nicht, bis ich irgendwann auf Anstoß einer Bekannten die ADxS-Diagnostik machte. Jetzt erkläre ich mir das durch meine Coping-Mechanismen, die ständig Energie gezogen haben. Diese Müdigkeit ist bei Weitem nicht mehr da.

Inzwischen bin ich durch meinen Doc auf 40mg Elvanse am Tag aufdosiert. Ich meine, ich habe meine Diagnose ja schwarz auf weiß und es ist in einem ordentlichen Verfahren durch eine dafür ausgebildete Fachkraft, die auch Psychologie studiert hat in mehreren supervidierten Sitzungen mit Fragebögen für mich und Personen meines Umfelds und mehreren Gesprächen sowie Auswertung meiner Schulzeugnisse diagnostiziert worden, dennoch frage ich mich häufig, ob ich denn wirklich ADS habe. Würde eine Person ohne ADxS-Gehirn mein Elvanse nehmen, wäre die sicher wie auf "Koks", ich dagegen merke auf jeden Fall keine überwältigende Müdigkeit mehr.

Fragen sich ADxS-ler häufig, ob man jetzt ADxS hat oder nicht. Zwiefelt ihr manchmal daran?

Edit: Ich wollte mich nur noch schnell auf diesem Wege bei den Menschen für Eure antworten bedanken, danke!

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