Hier mein Leserbrief dazu:
Ein Artikel, wie er in der TAZ, oder auch der FAZ oder sogar der WELT stehen könnte. Warum stellt man sich als linker Journalist und stellt sich stolz zu den rechten und beteiligt sich an den sinnlosen "Antisemiten!" Rufen, jedesmal, wenn Palästinensern ernsthaft Solidarität zugesprochen wird?
Noch immer verklären Apologeten des palästinensischen Terrors die Intifadas seit 1987 als gewaltfreie Aufstände
Nein. Jedem ist klar, dass Gewalt angewandt wurde. Es geht um den Widerstand gegen koloniale Gewalt. Wie das ohne Gewalt gehen soll, bleibt mir ein Mysterium.
Nach Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörden kamen auch 985 palästinensische Zivilisten bei israelischen Vergeltungsschlägen ums Leben – für die Befürworter einer Neuauflage offenbar Opfer, die man billigend in Kauf nimmt.
Das ist Täter-Opfer Umkehr aus dem Bilderbuch? Nach dieser Logik hat übrigens Israel die gesamte Intifada in Kauf genommen.
Dass bei vergangenen Intifadas nicht alles richtig ablief, will ich nicht bestreiten. Marten stellt es allerdings so dar, alsob man hier jede Methode und Geschichte der Intifada gutheißt, wenn es eigentlich darum geht, zum Widerstand gegen Israels Besatzung aufzurufen. Punkt verfehlt und stolz ein Eigentor geschossen