Naja.
Ubuntu 26.04 streicht den Support für den alten X-Server vollständig, stattdessen steht nur noch das neuere Wayland zur Darstellung der grafischen Inhalte zur Wahl.
Nur, wenn man die Standard-Oberfläche (Gnome) benutzt. Andere Desktops wie XFCE, LXQt usw. unterstützen Wayland überhaupt nicht oder nur rudimentär, und es ist nicht wirklich sinnvoll zu behaupten, dass Xubuntu usw. komplett andere Distros sind.
Leider geht der Artikel nur wenig darauf ein, warum erfahrene User lieber eine andere Distro nehmen sollen - gerade die ganzen Probleme mit dem App-Center sind doch für Einsteiger ein viel größeres Problem als für Erfahrene. Flatpak kann man sich einfach nachinstallieren. Das einzige Argument, dass ich hier sehe, ist, wenn man unbedingt komplett auf Snap verzichten will (was auch vielen Erfahrenen einfach nicht so wichtig sein wird, zumal die dann schon bei früheren Ubuntu LTS-Versionen abgesprungen wären), und die Rust-Coreutils (habe ich mich nicht mit beschäftigt, kp ob das ein großes Problem ist für professionelle Anwendungen); aber wie gesagt, darauf wird wenig eingegangen.
Ich bin ja selbst "erfahrener User" und sehe Ubuntu in vielerlei Hinsicht kritisch, aber ich habe halt auch keinen Bock, mein System das seit ~2019 läuft (aktuell mit Ubuntu 22.04) komplett neu zu installieren und mich dann mit dem Eigenheiten anderer Distros rumschlagen zu müssen.
Trotzdem interessant, dass bei einer weitverbreiteten Tageszeitung wie dem Standard immer mal wieder Artikel über Linux eingestellt werden.