Ich zitiere:
Es ist ein wahrlich ungewöhnlicher Ort, um Entspannung zu suchen. In der KlĂ€ranlage BĂŒlach ist ĂŒber zwanzig Jahre lang ein nicht öffentlicher Wellnessbereich fĂŒr einen «exklusiven Teil» der Mitarbeiter betrieben worden â mit Sauna, Dusche, Badewanne, FitnessgerĂ€ten, LiegestĂŒhlen und Deko-Palmen. Pikant daran ist: Das Mini-Spa im Untergeschoss des AufenthaltsgebĂ€udes fĂŒr Mitarbeitende war quasi geheim. Wer es eingebaut, bezahlt und unterhalten hat, lĂ€sst sich im Nachhinein nicht mehr feststellen.
Laut dem Bericht wurde die Sauna in der KlĂ€ranlage um das Jahr 2000 herum eingebaut â durch «Eigenpersonal» und ausserhalb der Arbeitszeiten. Das dafĂŒr benötigte Material sowie allfĂ€llige Einrichtungen und Reparaturen sollen privat beschafft und bezahlt worden sein. Die Sauna sei als Sponsoringbeitrag durch externe Firmen bereitgestellt worden. Bauprotokolle dazu wurden keine gefunden, jedoch ein Elektroanschluss «Sauna» auf einem Plan. Laut der GPK wusste die damalige Baukommission von der Anlage.
Die GeschĂ€ftsprĂŒfungskommission kritisiert in ihrem Bericht, wie Verwaltung und Stadtrat mit der Wellnessanlage umgingen: Sie ist der Meinung, dass die Ăffentlichkeit zumindest ĂŒber die Sauna zu informieren gewesen wĂ€re. FĂŒr die Kommission ist es unverstĂ€ndlich, dass die Mitarbeitenden, die von der Sauna wussten, diese als «praktisch integrierten Lohnbestandteil» betrachtet hĂ€tten. [...] «Dass es offensichtlich selbstverstĂ€ndlich scheint, dass eine Sauna existiert und dass diese â zu welchen Zeiten auch immer â benutzt werden kann auf Kosten der Steuerzahler und der Anschlussgemeinden, zeugt heutzutage von einem absolut verzerrten Bild ĂŒber RechtmĂ€ssigkeit und von fehlendem Anstand.»
