this post was submitted on 12 Feb 2026
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Einige Ausschnitte:

Kanzler Friedrich Merz plädierte bei einem Industrietreffen für die weitreichende Abschaffung von Regeln für Unternehmen. "Wir müssen jeden Sektor deregulieren"

Merz stelle das aktuelle Emissionshandelssystem grundsätzlich infrage: Dieses solle den Unternehmen eigentlich den Übergang zu einer klimafreundlicheren Produktion ermöglichen. "Sollte dies nicht möglich sein und es sich nicht um das richtige Instrument handeln, sollten wir sehr offen für eine Überarbeitung oder zumindest für eine Verschiebung sein."

Die Organisation Lobby-Control warnte vor einem "riskanten Umbau der EU": "Regeln werden geschwächt, die Konzernlobby bekommt mehr Einfluss, kritische Stimmen werden an den Pranger gestellt." Der Verweis auf die angeblich fehlende Wettbewerbsfähigkeit lasse zugleich die Kosten für Gesundheit und Umwelt außer acht.

Plus noch was Sinnvolles

Er [Macron] warb erneut dafür, europäische Unternehmen in Ausschreibungen im öffentlichen wie im privaten Sektor zu bevorzugen. In China und den USA sei das längst der Fall. Die EU sei "verrückt", europäische und andere Unternehmen gleich zu behandeln.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich in einer Rede offen für den Vorschlag Frankreichs, verpflichtende Quoten für europäische Produkte bei öffentlichen Investitionen einzuführen. Das öffentlich Beschaffungswesen sei ein mächtiger Hebel für die Industrie, erklärte von der Leyen.

Aber natürlich kann Merz nicht strategisch Denken

Die EU-Kommission will in den kommenden Wochen dazu einen Gesetzesvorschlag vorlegen. Der Schritt ist allerdings umstritten, Teile der Industrie fürchten hohe Kosten. Merz mahnte deshalb, solche "Made in Europe"-Quoten müssten "das letzte Mittel" sein. Er forderte, sie nur in strategisch besonders wichtigen Branchen anzuwenden.

top 13 comments
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[–] muelltonne@feddit.org 37 points 1 month ago (3 children)

Merz stelle das aktuelle Emissionshandelssystem grundsätzlich infrage: Dieses solle den Unternehmen eigentlich den Übergang zu einer klimafreundlicheren Produktion ermöglichen. “Sollte dies nicht möglich sein und es sich nicht um das richtige Instrument handeln, sollten wir sehr offen für eine Überarbeitung oder zumindest für eine Verschiebung sein.”

Immer wieder cool: Da wird eine Maßnahme extra so entwickelt, dass sie langfristig wirken soll, um die Umstellung zu erleichtern. Alle Firmen und Menschen wussten, dass es diesen Mechanismus gibt und hätten sich drauf einrichten können. Und jetzt, wo der Mechanismus genauso wirkt, wie er soll, nämlich dass er klimaschädliche Dinge weh tun lässt, kommt die CDU angewackelt und will es abschaffen.

[–] daw@feddit.org 26 points 1 month ago

Nachdem alle anderen Klimaschutz-Maßnahmen von Unionsseite mit dem Argument "der Emissionshandel wirds richten" wegdiskutiert worden sind.

[–] quatschkopf43@feddit.org 17 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Das geile ist ja, dass vor ein paar Jahren noch gesagt wurde, es müsse kein zusätzlicher Klimaschutz betrieben werden, der freie Markt wird das mit dem Emissionshandel lösen. Jetzt ist es soweit und plötzlich ist dieser Emissionshandel natürlich vollkommen ungeeignet.

[–] HaiZhung@feddit.org 1 points 1 month ago

Der Emissionshandel war ein großer Sieg von big oil, tatsächlich. Denen war von Anfang an klar, dass die Politik da einknicken wird, da der Emissionshandel viel zu volatil ist.

Die Alternative wäre eine co2 Steuer gewesen, die extrem simpel einfach langsam ansteigt. Das hätte den Firmen langfristige planungssicherheit gegeben.

Jetzt, wo der Emissionshandel „scharf“ gestellt werden soll, heißt es auf einmal, uh, ne, das wäre zu teuer.

Nachzulesen in „climate obstruction across Europe“

[–] Petter1@discuss.tchncs.de 29 points 1 month ago

Wir sehen momentan gerade die Folgen von Kapitalismus mit zu wenig Regulierungen (Firmen haben Monopolstellung ausgebaut, dominieren teils komplett Sektoren, KMU haben kaum Möglichkeiten Fuss zu fassen, sind abhängig von Investment der grossen Firmen, Staate sind alternativlos abhängig von gigantischen Firmen, etc).
Natürlich wird das alles besser wenn wir weniger regulieren, sehen wir ja, in USA läufts prächtig
🤦🏻

[–] Ooops@feddit.org 19 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Korrupte Konservative und Neoliberale

  • vor 30 Jahren: Nein, wir brauchen keinen Klimaschutz, wenn wir einfach Ziele festsetzen und über Emissionshandel den Makrt machen lassen.

  • von 15 Jahren: Nein, wir brauchen keine Klimaschutz, denn wir arbeiten schon fleißig am gesetzlichen Rahmen für Emissionshandel

  • heute: Nein, Klimaschutz reduziert die Gewinne der Indstrie, da müssen wir die Pläne wolh nochmal überarbeiten

  • in 15 Jahren: Nein, Klimaschutz kann sich die Wirtschaft nicht leisten, also muss der Emissionshandel weiter ausgesetzt werden

  • in 30 Jahren: Ja, jetzt ist es zu spät für Klimaschutz, also ist es sinnlos die armen Unternehmen zu belasten. Hätte ja vorher niemand wissen können

[–] pantherina@feddit.org 13 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Achso weniger Regeln, ja super.

Populismus. Die Regeln wurden hart errungen.

[–] Mora@pawb.social 10 points 1 month ago (3 children)

Regelb

Sylvouille at French Wikipedia, Chevreuil(brocard)-HAYE sylvain, gelber Farbanteil leicht erhöht, CC BY-SA 1.0

(Sorry, ich les den Artikel jetzt, versprochen!)

[–] Successful_Try543@feddit.org 18 points 1 month ago

gelber Farbanteil leicht erhöht

Aber so subtil, dass es nur mit einem geübten Auge auffällt.

[–] daw@feddit.org 3 points 1 month ago

Oh man 😂😂

[–] muelltonne@feddit.org 3 points 1 month ago

Ich hab auch ewig gebraucht, um die Überschrift zu verstehen

[–] Verdorrterpunkt@feddit.org 7 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

Mein Vorschlag zum Bürokratieabbau ist die Abschaffung des Grundbuches. Dieser Papiertieger behindert nur den freien Markt in der Verteilung von Quadratmetern. Ebenso natürlich Patente etc, kann ja alles weg, sind ja schliesslich Regeln.

(Ich hoffe ein /s ist nicht nötig)

[–] Flipper@feddit.org 2 points 1 month ago

Keine schlechte Idee. Aber sollte sinnvoll passieren. ZB. In der Baubranche kann jede Gemeinde, jeder Kreis, jedes Land und der Bund alle vorgaben machen. Wäre doch ne möglich das alles zu vereinheitlichen auf Vorgaben vom Bund. Das einzige was Gemeinden vorgeben könnten wäre sowas wie Sumpfgebiet, kein Keller oder stärker Schneefall führt zu steileren Dach. Die Niederlande macht das zB.

Aber da müsste man Förderalität reduzieren und Kompetenzen abgeben. Das will natürlich niemand. Was sollen den dann danach die ganzen Beamten machen?

Also bleibt alles beim alten.