Ich bin ganz ehrlich: Ich verdiene u.a. mit der Planung von Katastrophenschutz, Gefahrenabwehr aber auch Bewältigung von Katastrophenlagen mein Geld, seit vielen Jahren. Terror, Chemieunglück, Erdbeben. Ich war Einsatzleiter bei großen Ereignissen mit ähnlich vielen Verletzten.
Aber das hier. Das lässt mich erschaudern. Sowas von. Da läuft es mir kälter den Rücken runter. Ich kenne die Kolleginnen und Kollegen tlw. persönlich. Kenne das Spital in Sion, beide Brandverletztenzentren. Die sind alle sehr sehr gut. Und trotzdem. Ein solches Szenario, an dem Ort, der Wetterlage, dem Datum, es ist wirklich als hätte jemand alle Regler auf "extra schlimm" gestellt. (Das einzige "Gute": Es ist in der Schweiz passiert - wir wären in Deutschland, aber auch Österreich, komplett aufgeschmissen gewesen unter diesen Rahmenbedingungen. )
Und ganz ehrlich? Heute haben, über die unmittelbar betroffenen Patienten und deren Angehörigen, Leben geendet von Leuten die das noch gar nicht wissen. Denn ein nicht zu vernachlässigender Teil der KollegInnen und Kollegen der Sanität, der KaPo, des Spitals und der Feuerwehren werden seelisch so große Schäden erleiden,das sie nie wieder auf die Beine kommen werden. Es wird Suizide geben. Nicht unmittelbar. Aber in 2,3,5 odet mehr Jahren. Egal wie viel Hilfe geboten wird.
Es ist in so vielen Aspekten eine Katastrophe.
