Damit werden Energiegenossenschaften, die sich z.B. eine Solaranlage teilen, und auch die flexible Nutzung von Batterien sowohl als privaten PV Zwischenspeicher, als auch als von den Gebühren begünstigter Netzdienst, möglich.
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Was das Ganze ja ein wenig zum Schmunzeln macht: Durch die Batteriespeicher werden sowohl Gasspeicher unwichtiger, als auch Kernkraftwerke noch unwirtschaftlicher, als auch "Grundlastkraftwerke" unnötig machen, weil nämlich der Überschuss der Solarenergie, in Batterien gespeichert, den viel geringeren Strombedarf bei Nacht locker abdecken kann. Das bedeutet, dass auch zu diesen Zeiten die Preise niedrig sind.
Dies allerdings erst auf längere Sicht, aktuelle Batterienspeicher können eine Dunkelflaute noch nicht überbrücken.
Stöcker meinte neulich in einem YT-Video:
- Es gibt keine Batterien im Moment, die zwei Wochen halten.
- Dunkelflaute sind zwei, drei Wochen im Jahr.
- Vorübergehend werden wir dafür Backupkapazitäten brauchen.
- Das werden Gaskraftwerke sein, die man mit grünem Wasserstoff betreiben muss - wenn uns nicht europäische Nachbarn aushelfen können
Aber ja, insgesamt sind die Fortschritte bei den Batteriespeichern Gamechanger. Ohne sie - vor einigen Jahren - klangen die Aussichten da weniger zuversichtlich.
Erst mal braucht man Speicher für den Tagesbedarf.
Man braucht dann immer noch Backup-Lösungen für ca. 5% der Zeit im Jahr, ja. Aber:
- für zwei Wochen Dunkel Dunkelflaute im Jahr kann man kein AKW kostendeckend betreiben (insbesondere da man es auch bei Dauerlast schon nicht kann)
- Auch für andere Energieträger (und insbesondere für AKWs) braucht man Backups.
- Im Winter ist es dunkler aber dann haben wir hier im Schnitt mehr Wind
- Weiter kann man Biogas speichern und dann bei Dunkelflaute nutzen.
- Solarenergie passt gut zum zyklischen Tagesverlauf des Energiebedarfs: Der ist Mittags viel höher als Nachts. Das spart z.B. gegenüber AKWs Speicherbedarf im Tageszyklus.
Und dann gibt es noch "saisonale Wärmespeicher", die für Mehrfamilienhäuser günstiger sind als Batterien, und seit langem erprobt sind. Das hilft, weil im Winter ein grosser Teil des Energiebedarfs eben Heizwärme ist.
Biogas könnte gespeichert werden, darf es aber nicht. Deswegen speisen die auch bei negativ Preisen ein.
darf es aber nicht
Was zum Teufel... Warum??
Man braucht dann immer noch Backup-Lösungen für ca. 5% der Zeit im Jahr, ja. Aber:
für zwei Wochen Dunkel Dunkelflaute im Jahr kann man kein AKW kostendeckend betreiben (insbesondere >da man es auch bei Dauerlast schon nicht kann)
Das steht ja wohl außer Frage - für alle, die ehrlich rechnen.
Und weder Stöcker noch ich würden als Backup-Lösung ein AKW auch nur eine Sekunde lang andenken.
Da gab es wohl ein Missverständis. Ich jedenfalls wollte nur darauf hinweisen, dass Batteriespeicher vorerst nicht alle Probleme lösen können, da sie nur kurze Phasen überbrücken können.
Weiter kann man Biogas speichern und dann bei Dunkelflaute nutzen.
Ja, das scheint ideal, vor allem, wenn die Energien dafür beispielsweise aus Paludikulturen stammen. Aber halt nur, wenn keine neuen, zusätzlichen Probleme erzeugt werden, wie das aktuell der Fall ist (Methan). Wenn Biogasspeicherung eine Option wäre, hätten wir die ganze Dunkelflauten-Diskussion doch gar nicht?
Die Bundesnetzagentur sieht das so:
Bis wir soweit sind, dass wir unseren gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien decken können und die Netze so ausgebaut sind, dass sie den Strom dorthin transportieren können, wo er gebraucht wird, die Back-up-Kraftwerke noch nicht durch Wasserstoff oder andere Technologien CO2-frei sind, werden wir noch die fossilen Energien nutzen müssen. Das ist der Übergang zu einer klimaneutralen Energiewirtschaft.
Wenn es dann bald nur zwei Wochen im Jahr wären, könnte ich damit leben. Die letzten drei Jahrzehnte mit gefühlter Schneckentempo-Transition waren deutlich schwerer auszuhalten. Erfreulicherweise regelt jetzt ja der Preis, und nicht mehr die fossillobbyierte Politik, wo der Strom herkommt. Die o.g. Novelle baut diesbezügliche Hürden leider wohl nur (und zudem nicht gänzlich) ab, weil sich auch die fossilsten Urgesteine im politischen System nicht mehr gegen den an Tempo gewinnenden Wandel stemmen können. Und nicht etwa, weil man das ja schon immer wollte.
Zur Klarstellung, "Grundlast" meint nicht die nötige Backup-Kapazität bei Dunkelflaute, sondern ein hypothetisches Kraftwerk, das 24h am Tag durchliefe und den minimalen Bedarf um 2 Uhr Nachts gerade abdeckt. Das machen jetzt aber schon Windenergie und Pumpspeicherwerke.