this post was submitted on 11 Sep 2026
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Puh, gerne. Als Bahnpendler bekomme ich Tag für Tag leicht die Krise, bei jeder Fahrkartenkontrolle nach Plastikkarten zu wühlen. Ein digitales Ticket ("Deutschlandticket") wird für meine Begriffe ad absurdum geführt, solange ich dabei jedes Mal noch einen Personalausweis vorzeigen muss.
Sollte tatsächlich beides kommen, wäre ich möglicherweise leicht begeistert, beim Verlassen des Hauses die allgemeine Taschenkontrolle (Schlüssel? Handy? Portemonnaie?) um ein sattes Drittel abzukürzen.
Ich finde auch es ist halt immer die Frage, wie man etwas umsetzt, deshalb verweigere ich mich der Digitalisierung nicht konsequent. Problematisch wird es, wenn es einen "Digitalzwang" gibt, bzw. dir Funktionen nur auf SpywareOS u.ä. laufen.
wird kommen. mark my words
I know. Sieht man ja schon an der beschissenen ePA, ob man die jetzt gut findet oder nicht, sie ist für mich schlicht technisch nicht nutzbar.
Edith: Achso du meinst wsl den Digitalzwang
ja, Digitalzwang und SpywareOS Zwang
Was man noch zu den Firmengeflechten hinter der ePA wissen sollte.
Klingt nach einem ziemlichen Arschloch, aber das hier ist die einzige Erwähnung der ePA in dem ganzen langen Artikel. Wenn ich auf Grundlage dessen dir ePA boykottieren, müsste ich konsequenterweise auch das E-Rezept oder auch den Gang zum Arzt boykottieren. Vielleicht habe ich aber auch etwas relevantes überlesen...
Für mich liest sich das so, als ob die ePA überhaupt erst aufgrund von Lobbyarbeit von diesem Unternehmen eingeführt wurde. Und CompuGroup Medical steht offensichtlich mit Datenschutz auf Kriegsfuss - das Unternehmen sagt auf seiner Webseite, dass das Ziel die weltweite Verfügbarkeit von Patientendaten ist.
Und: Nicht zum Arzt zu gehen würde heissen, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Aber vielleicht muss weder der Betriebsarzt noch der Rheumatologe noch die Allianz Versicherung wissen, dass der Patient eine Depression hat. In die ePA ist das Aufgeben solcher Grenzen praktisch eingebaut.
Die Praxis? Bei meinem letzten Besuch beim Allgemeinmediziner wollten die ne Einwilligung zu ner Genanalyse.
Wie viele Plastikkarten hast du denn dass du da "wühlen" musst, und wie oft wirst du kontrolliert dass es ein wirkliches Problem darzustellen scheint?
Viele Anbieter haben das D-Ticket doch schon in einer App integriert, und den Anbieter kannst du dir ja frei aussuchen.
Es sind 7. Und ich wünschte, es wären 0.
Mindestens 2x am Arbeitstag.
Na genau das ist doch mein Punkt: Was bringt es mir, das Ticket in der App zu haben, wenn ich bei jeder Kontrolle (also 2x täglich) aufgefordert werde, zusätzlich meinen Personalausweis vorzuzeigen? Ja, das wäre grundsätzlich eine Plastikkarte weniger, aber bei jeder Fahrt in der App und zusätzlich im Portemonnaie suchen zu müssen, wäre ja noch irrwitziger.
Wie sehr das nervt, mag man vielleicht nicht vor Augen haben, wenn man mit der Situation nicht Tag für Tag konfrontiert ist.
Bei mir wollte bisher noch kein Schwanz den Perso sehen dafür. Dachte das ist eher so ein Ding um sich abzusichern. Ich hab den immer dabei, aber rauskramen musste ich den noch nie.
Nur einmal meinen Studentenausweis vor paar Jahren, und ich fahre viel Bahn.
Es geht nur um das Deutschlandticket. Und das ist nur mit Personalausweis gültig.
Jedes personalisierte ÖPNV-Ticket ist nur in Verbindung mit dem Personalausweis gültig.
Das Studi-Ticket auch. Der Studentenausweis ist kein gültiger Lichtbildausweis. Vielen Kontrolleuren ist das nur egal und sie akzeptieren alles, wo Bild und Name drauf ist.
Die Kulanz ist an der Stelle ja nachvollziehbar. Bei dem Deutschlandticket in meinem Verkehrsverbund ist ja nicht einmal ein Foto hinterlegt - ergo können schlicht 10 Leute mit den selben Logindaten das gleiche Ticket parallel vorzeigen. Wer da als Kontrolleur:in keinen Ausweis verlangt kann das kontrollieren ja auch gleich ganz sein lassen.
Im NRW-Semesterticket war seinerzeit auch kein Foto hinterlegt. Das war auch nur ein Zettel mit kompliziertem Barcode und Namen.
Dadurch, dass 10 Personen dasselbe Konto nutzen könnten, erschließt sich mir nicht, warum z.B. ein Führerschein nicht auch zur Identifikation ausreichend wäre.
Die Frage habe ich vor ein paar Monaten einer Kontrolleurin gestellt: Ob es nicht ausreicht, meine GKV-Karte vorzuzeigen, damit ich eben den Personalausweis nicht jeden Tag mit mir rumschleppen muss. Laut ihrer Aussage ist relevant, ob es sich um einen amtlichen Ausweis handelt - ergo genügen Reisepass, Personalausweis - oder eben auch Führerschein.
Bringt mich mit meinem Problem persönlich bloß nicht weiter, da ich bloß gelegentlich Carsharing nutze und mein Führerschein entsprechend für gewöhnlich im Schrankfach liegt. Aber dich vielleicht. 😉
na dann hätte ich meinen kram griffbereit... musste btw noch nie bei IRGENDEINEM TICKET meinen Perso ziehen!
Es geht nicht um irgendein Ticket, es geht um das Dticket. Dazu lautet die Aufforderung regelmäßig Bitte einmal die Fahrausweise vorzeigen, Fahrgäste mit Deutschlandticket bitte den Personalausweis dazu. Ohne diesen ist es eben nicht gültig. Wenn das in deinem Verkehrsverbund ignoriert wird - herzlichen Glückwunsch.
Das war bei personalisierten Tickets, wie dem NRW-Semesterticket, noch nie anders. Beim Einsteigen reicht es dem Busfahrer das Ticket zu zeigen oder das vor einen Leser zu halten, aber Kontrolleure wollten immer den Ausweis dazu.
komisch ignoriert auch die Bahn. Und ja JEDES TICKET, Bahn, Konzert, Bus, etc