this post was submitted on 01 Aug 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Ich hab ein neues Audiodrama angefangen - Midst - und kann das allen, die sehr gut Englisch beherrschen, wärmstens ans Herz legen.
Es gibt eine Menge großartiger, frei verfügbarer Audiodramen da draußen, doch Midst hat mich echt weggeblasen, weil sie stark mit dem typischen Erzählformat brechen.
Es gibt drei Personen (zwei Männer und eine Frau), die die Handlung vorantreiben, den Hörer an die Hand nehmen und sich immer wieder Bälle zuspielen. Wenn eine Person die "Haupthandlung" erzählt, sind wir eigentlich noch im klassischen Audiodrama-Format - doch in Midst gibt es ja noch zwei weitere Erzähler, die manchmal dazuspringen.
Sie geben der Erzählung dann mehr Details, weichen von der Haupthandlung ab um etwas Humor reinzubringen, negieren teilweise sogar das vorherige Gesagte ("She was 13." - "Almost. Twelve and a half.") oder sprechen direkt einen der Charaktere mit einem eigenen Akzent und einer speziellen Betonung, wie richtige...Schauspieler!
Das alles wird mit einem sehr guten Soundtrack und Effekten kombiniert und beides ist sehr professionell umgesetzt. Durch diese Art der Erzählweise schaffen sie es, eine enorme Spannung aufzubauen - und das in jeder einzelnen Episode. Selbst triviale Geschichten (z.B. dass jemand zur Bank geht um ein Konto anzulegen) werden in der gleichen immersiven Erzählweise präsentiert wie Episoden, die einen großen Einfluss auf die Gesamthandlung haben.
Ich habe jetzt mal bewusst darauf verzichtet, zu erzählen, worum es dort überhaupt geht - zum einen, weil ich das einfach nicht gut wiedergeben kann und zum anderen, weil ich es spoilerfrei auch nicht hinbekomme. Aber man kann sagen, dass es sich um eine Fantasygeschichte mit einer Prise SciFi, Horror und Kapitalismuskritik handelt.
Sie selbst beschreiben ihr Projekt so:
Das ist IMAX für die Ohren.