this post was submitted on 20 May 2026
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Verstehe das Konzept hinter Abschiebungen als Strafe nicht. Kann einem Deutschen nicht passieren. Das steht in so kompletten Widerspruch zur Gleichbehandlung aller. Defacto Zweiklassengesellschaft.
E: Ergänzung, weil das nicht so rüber kam:
Legal ist es, weiß ich. Ich finde es nur falsch.
Ich finde es irgendwie okay. Der eigentliche Zweck dieser Strafe ist ja die Resozialisierung. Wir sperren halt Menschen bekannterweise nicht ein, damit sie weg sind, sondern damit sie dann während der Strafe resozialisiert werden und danach wieder ein geläutertes Teil der Gesellschaft sind *
Wenn du jetzt allerdings jemanden hast, der aus dem Ausland kommt, dann kannst du ihn auch einfach abschieben und nicht noch für zig Jahre teuer im Knast hocken haben
Wollte gerade sagen.. Steck ne menge Kriminelle zusammen und dann wundern wieso sie soviel von einander lernen und mehr Straftate begehen.
Sosse: war im Knast, hab viel gelernt.
Ich finde Abschiebung als Strafe schwierig weil die Person ja im Ausland wahrscheinlich dann trotzdem frei herumläuft. Also klar, man ist nicht mehr in dem Land in das man wollte, aber grundlegend hast du den Kriminellen einfach zu dem Problem einer anderen Gesellschaft gemacht
Es gibt keine Gleichbehandlung aller. Menschenrechte gelten für alle, ja, aber Bürgerrechte nicht. Kinder haben ja auch nichts alle Rechte (oder Pflichten) wie Erwachsene... davon abgesehen ist der Sinn der Abschiebung nicht primär die Strafe, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Kosten dafür nicht auch noch bei dem Staat liegen, der sowieso schon von der Tat betroffen ist.
Ähm, aber es gibt eine Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Die Theorie ist: für die gleiche Straftat mit den gleichen Bedingungen sollte es die gleiche Strafe und das gleiche Strafmaß geben.
Ist halt weird, wenn man dann grundsätzlich eine Gruppe ganz anders bestrafen kann als eine andere Gruppe.
Edit: das war ja auch mit ein Grund, warum der Führerscheinentzug nicht als generelle Strafe ins StGB aufgenommen wurde. Das wird ja immer mal random diskutiert, aber ist halt doof, weil manche Menschen haben halt keinen Führerschein.
Ich würde die fehlende Strafmündigkeit von Kindern nicht der Schlechterstellung von Menschen ohne Staatsangehörigkeit gegenüber stellen wollen.
Ich hab den Fall nicht verfolgt. Ob hier Bleiberecht oder Staatsbürgerschaft entzogen wurde, müsste ich nachsehen. Würde das für mich einen Unterschied machen? Hmm...
Ins Exil schicken fühlt sich für mich wie Strafe an, auch wenn es keine vom Gericht ausgesprochene Strafe ist.
Geh mal durchs Grundgesetz und guck wo überall "jeder", "alle Menschen" und "alle Deutschen" steht. Die Wörter haben tatsächlich eine Bedeutung.
Ganz einfach: Hier haben wir wenigstens die Möglichkeit ein Individuum das wir nicht in unserer Gesellschaft haben möchten wieder loszuwerden... ausbürgern ist deutlich schwieriger.
"loswerden" als Strafe, ja das ist ne Bestrafung. Ich seh den Resozialisierungsaspekt der Maßnahme nicht, wenn man eine relative Straftheorie verfolgt, gehörte das dazu.
Warum sollte man so jemanden resozialisieren wollen?
Warum nicht? Er hat gezeigt, dass er das dringend braucht.
Warum sind wir - als Gesellschaft in Deutschland - dafür verantwortlich so jemanden zu resozialisieren? Warum sollten wir das wollen?
Weil wir es, als eine der reichsten Industrienationen, könnten. Die Menschen woanders sind nicht weniger wert und ein Straftäter, der Resozialisierung erfahren hat, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht wieder straffällig.
Und außerdem urteilt auch das Bundesverfassungsgericht, dass neben Strafe und Schuldausgleich und Schutz der Gesellschaft, Resozialisierung ein Aspekt der Strafe sein soll.
Ganz nebenbei trägt ein abgeschobener Mensch nicht zum deutschen BSP bei und zahlt hier keine Steuern.
Wen interessierts? Kandidaten wie diesen will ich einfach nicht in dieser Gesellschaft sehen.