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Nur ist das ja nicht so.
Kind A ist in der Kita und die Frau hat Elternzeit wegen Kind B.
Dein Blickwinkel ist es jetzt auf das Recht zur Kita-Betreutung von Kind A teilweise zu verzichten, weil Kind B - was ja auch versorgt werden will - da ist.
Du wirfst also alles in einen Pott und sagst egal wie eure Betreuungsituation ist und weshalb Ihr Euch auch immer für die Lösung entschieden habt: ich weiß es besser und sei gefälligst einfach nur Mutter.
Finde ich überheblich.
okay, das sehe ich anders. tatsächlich ist die elternzeit genau dafür da: eltern sein. das halte ich nicht für überheblich, sondern angemessen. das sie anspruch auf den platz hat und dann aber unterbrechen soll wiederum finde ich quatsch. das gericht hat hier einer schlechten kompromisslösung der stadt recht gegeben, weil die politik versagt.
insofern: elternzeit ist zweckgebunden, das kann aber nicht argumentsgrundlage sein, dass eltern keine vernünftige betreuungszeit bekommen und das sehe ich unabhängig von lebenssituation.
es kann nicht sein, dass eltern den ganzen mist immer ausbaden müssen. wir stecken mitten im demografischen wandel und solche politik hilft nicht
Sind sie ja, nur nicht so, wie Du dir das wünscht. Sondern nur 100% für Kind B und 100% abzüglich KITA-Zeit für Kind A.
Übrigens full-disclosure: ich bin kinderlos mit Kinderwunsch. Zahle also seit Jahrzehnten für die Kinder anderer und finde die Eltern- und Kinderfreundlichkeit hier im Land trotzdem ein Witz, borderline Verbrechen. Wir machen viel zu wenig, dafür dass wir immer rumheulen, dass so wenig Kinder gezeugt werden, lassen Eltern aber massiv im Regen stehen.
ich wünsche mir nichts, so verstehe ich einfach das konzept elternzeit. und mein widerspruch galt auch nicht deiner gesamtaussage, sondern nur diesem auszug:
ich habe meine elternzeit genommen, tatsächlich einfach nur als papa und das zu verlangen finde ich auch nicht überheblich, denn diesen zweck hat die zeit. gab in diesem zeitraum immer mal tage wo der große nicht in die kita konnte und dann war das so. für berufstätige menschen - kacke, für menschen in elternzeit - umplanen. dass der tag unterbrochen werden solle, wie das gericht bestätigte, da bin ich ganz bei dir: das ist müll. aber eben nicht wegen der elternzeit und weil man ein kind mehr daheim hat, sondern weil der staat dort seinem auftrag ganz unabhängig von lebenssituation nicht nachkommt.
Das ist schön für Dich und dein Kind.
Die Familie dort hat sicherlich ihre Gründe, warum eine Person arbeitet, eine sich vollständig um ein Kind kümmert und sie das zweite Kind in die Kita gebracht haben. Die Beweggründe haben uns nicht zu interessieren, wir müssen es auch nicht bewerten. Die Elternzeit mit Kind A werden die ja sicherlich auch genommen haben...
Das einzige was zählt ist, dass die Familie ihr Recht auf ein Kita-Platz ausübt.
ich widerspreche dir doch gar nicht.
Da ist doch ein Widerspruch beim Zitat😂
ja, aber nicht ein grundsätzlicher 😭 ich hab mich echt nur an meiner interpretation aufgehangen. ach, ich glaube sowieso, dass wir im grunde das gleiche wollen. vielleicht bin ich einfach wieder zu verkopft
D.h. im Umkehrschluss...wenn Kind 1 in der Schule ist und ich Elternzeit für Kind 2 nehme, habe ich in deiner Logik Anspruch darauf, Kind 1 aus der Schule zu nehmen, damit ich vollumfänglich, zweckgebunden meine Elternzeit korrekt nutze?
öhm nein, das ergibt sich weder im umkehrschluss, noch ergibt das sinn. erstens habe ich im grunde recht gegeben und mich lediglich an der wortwahl aufgehangen man würde von eltern erwarten, dass sie diese rolle auch ausfüllen (das ist auch außerhalb der elternzeit selbstverständlich, eltern sein ist kein "job", der mit der elternzeut endet) zweitens stimme ich vollkommen zu, dass eltern ein anrecht auf den kitaplatz haben und die "lösung" des gerichts ein hohn ist.
Ah, war im Thread falsch, galt eigentlich @trollercoaster@sh.itjust.works
oh, okay 😅 sry