this post was submitted on 21 Mar 2026
7 points (100.0% liked)
DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
5064 readers
390 users here now
Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.
Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:
___
Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":
- Postet hier zu allen Themen, die euch interessieren (soweit sie den anderen Regeln genügen)
- Posts oder Antworten, die einen Archive[.]today (oder eines der Derivate) beinhaltet, werden kommentarlos gelöscht
- Es werden Posts zum Thema Nahost / Palästina/Israel hier auf Dach gelöscht.
- Dasselbe gilt für Wahlumfragen à la Sonntagsumfrage.
- Bitte Titel von Posts nur sinnerweiternd und nicht sinnentstellend verändern. Eigene Meinungen gehören in den Superkommentar oder noch besser in einen eigenen Kommentar darunter.
- Youtube Videos bitte nicht ohne eine zusätzliche Zusammenfassung posten
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org
___
founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
view the rest of the comments
Diese Woche gab’s mal wieder einen sehr guten Film bei mir. Anora von Sean Baker ist eine Geschichte über die junge Stripperin Anora, die den Oligarchensohn Vanya trifft. Er fragt sie, ob sie für eine Weile seine Freundin werden möchte und später auch, ob sie ihn Heiraten will. Wer hier eine Aschenputtel-RomCom erwartet liegt weit daneben. Anora ist eine Tragikomödie über die Macht des Kapitals. Vanya muss keine überlegten Entscheidungen treffen oder schlau sein, er kann tun was er will und verändert damit das Schicksal aller ärmeren Menschen um ihn herum. Anora, deren einziges Kapital ihr Körper ist, muss versuchen ihr Kapital geschickt zu ihrem Vorteil einzusetzen, hat aber eigentlich keine Chance. In Teilen witzig, rasant, tragisch und auf jeden Fall empfehlenswert.
Dann habe ich noch The Nickel Boys von Colson Whitehead gelesen. Ein erschreckendes Buch über eine Umerziehungsschule für problematische Jungs in den 1960gern in Florida, inspiriert von einer echten Schule. Whitehead stellt in diesem Buch die Frage, wie man mit Rassismus und dem damit verbundenen Trauma umgehen sollte. Lieber kompletter Zynismus? Oder unkompromittierter Idealismus? Das ganze wird anhand des Schicksals zweier Insassen der Schule untersucht. Das Buch ist definitiv keine leichte Lektüre, was man den Kindern hier antut ist schrecklich und wirklich tragisch zu lesen. Was in der echten Schule passiert ist, muss angeblich noch schlimmer gewesen sein. Whitehead hat dafür seinen zweiten Pulitzer gewonnen. Meiner Meinung nach verdient.