this post was submitted on 03 Mar 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Im Alter bis ca. 10 Jahre sollten Eltern die Nutzung noch unter Kontrolle haben. Ein eigenes Handy, Tabletten oder Computer kann, entweder gar nicht angeschafft oder sehr leicht konfiguriert werden. Dannach erhöht sich der soziale Druck von ausserhalb der Familie. Bei den IMHO sehr eingeschränkten OOTB-MuliUser-Funktionen in den Systemen mobiler Endgeräte empfehlen.
Das Bedürfnis nach Bewegung ist mir nur zu gut bekannt. Einen Drang verspürt jedoch nicht jedes Kind. Die resultierende Unausgeglichenheit bei Bewegungsmangel trifft jedoch alle. "Kalter Entzug" entsteht nur im Fall, dass man etwas bestehendes wegnimmt. Die Aggressionen beim Abschalten oder Sperre des Gerätes gehören zum Lernen anscheinend dazu. Sie erübrigen sich bei passender Gestaltung der Regeln, Freiheiten und Kommunikation.
Den Sozialen Druck von ausserhalb im etwas höheren Alter ab ca. 11 Jahre, hat man als Eltern leider wenig entgegenzusetzen. Da hilft nur standhaft bleiben.
Das ist alles sehr theoretisch was du schreibst und theoretisch richtig. Lass dir aus der Praxis sagen, dass es nicht gut funktioniert. Es gibt kein Interesse, dass es funktioniert.
Nimm Multiuser - geht bei iPads nicht - Ausloggen bei Erreichen der Screentime nicht möglich. User eingesperrt.
Nimm Parental Control - gehst du über einen Whatsapp-Link auf TicToc zählt es als Whatsapp-Zeit, nicht als TikTok.
Nimm IP/Domain-Sperren aufm Router: Tiktok geht über so viele verschiedene Cloudflare-Server, die kannst du gar nicht alle sperren. Achso, ist TikTok-App Zeit weg, wird nämlich auf Browser gewechselt.
Ich habe sogar ein eigenes Teenie-VLan, dass nachts per Zeit ausgeschaltet wird. Mobile Datenrate ist zuverlässig schnell weggelurcht.
Begrenzt du das nicht, dann drehen die Kids durch. So wie zwei Jungs die mit Glotze großwerden und nun in der Grundschule die Lehrerin treten. Waren liebe Kerle im Kindergarten.
Regeln werden regelmäßig ausgetestet. So wie, Handy liegt nachts in der Küche nicht im Bett.
Es ist einfach nur schrecklich. Die Kinder hängen immer an der Glotze, wenn es nur geht und die Screentime hergibt. Am liebsten schon Samsrag morgens nach dem Frühstück. So, als Tagesbeginn.
Die Eltern sind da nicht besser. Ich erwische mich auch oft beim gedankenverlorenen Griff zum Handy.
Und ja ich kümmere mich, bespreche und so und fahre das ganze technische Geschütz auf. So viel IT-Wissen haben nur wenige Eltern, dass weiss ich. Kurz: Kinder und ihre Eltern sind den Techkonzernen und ihren süchtig machenden Psychotricks ziemlich schutzlos ausgeliefert. Da finde ich es gut, dies nicht mehr zuzulassen.