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"Ein Gewinn für die Gesellschaft": In Bremen ist ehrenamtliches Engagement Schulfach
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Ich bin ja manchmal ein Logikmonster: Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist ja per Definition freiwillig. Wenn man das aber im Rahmen des Schulunterrichts mit Schulpflicht macht, ist es keine freiwillige Tätigkeit mehr. Das ist dann quasi die unfreiwillige Feuerwehr
"in der Regel". Die Schülys sind nun die berühmten Ausnahmen von der Regel. Die unfreiwillige Feuerwehr kann man praktischerweise auch in gefährlichere Einsätze schicken 🫡.
Ich meine, als Übersicht wie man sich betätigen könnte, fände ich das gar nicht so verkehrt. Wenn man jetzt da überall mal durchrotiert ist das ja horizonterweiternd. Wenn man da ein Jahr ins Seniorenheim watscheln muss, nach drei Terminen merkt "das ist nicht mein Feld", nicht wechseln kann und noch benotet wird...dann klingt das eher kontraproduktiv.
Ich überlege gerade, was es alles an unfreiwilligem Ehrenamt gibt. Diese Verpflichtung zur freiwilligen Feuerwehr und die Wahlhelfer sind wirklich das einzige, was mir einfällt. Es gibt sicherlich Situationen, wo Leute mehr oder weniger stark genötigt werden, im Kaninchenzüchterverein den Kassenwart zu machen oder sich zum Elternsprecher wählen zu lassen, aber auch das ist ja doch freiwillig. Und sonst?
Wie heißen denn diese Beisitzer bei Gericht? Die vielleicht noch, wenn sich niemand findet.
Schöffen?
Ja, genau die.
Was ist mir Wehrpflicht? Ist doch grad wieder das heiße Thema.
Ist kein Ehrenamt.
Weil? Wenn es unfreiwilliges Ehrenamt gibt und das grundsätzlich möglich ist, warum sollte dann Wehrpflicht keines sein?
Wirst bezahlt dafür. Mehr als beim Ehrenamt.
Aber nicht wesentlich mehr. Die Summe dürfte deutlich näher an der Aufwandsentschädigung für ein Ehrenamt sein als am freien Marktwert für die Arbeitszeit. Das würde demnach auch eher für den Ehrenamtcharakter sprechen.