this post was submitted on 21 Jan 2026
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[–] JensSpahnpasta@feddit.org 1 points 2 months ago (1 children)

Die Studie kommt jedoch noch zu einer weiteren, heikleren Schlussfolgerung. Einen gewissen Einfluss hatte die Banknachbarschaft nämlich doch – allerdings in beide Richtungen. Die Schulnoten der schwächeren Schüler verbesserten sich ein wenig, aber zugleich verschlechterten sich diejenigen der besseren Schüler. Wer in der Schule Schwierigkeiten hat, profitiert also (wenn auch nur in sehr geringem Maß) von einem begabten Nachbarn – jedoch auf dessen Kosten, was die Noten betrifft. Da sich diese beiden gegenläufigen Effekte ausgleichen, ist auf der Ebene des Klassendurchschnitts kein Effekt messbar.

Macht halt Sinn - wenn du zwei gute und v.a. fleißige und ruhige Schüler nebeneinander hast, dann stören die sich nicht gegenseitig, sind in Gruppen- oder Zweierarbeiten besser aufgestellt und können sich gegenseitig unterstützen. Setzt du da dann den uninteressierten Klassenclown da hin, dann stört das natürlich.

Und ich glaube, dass das Schulsystem da unehrlich ist: Natürlich sind Noten keine objektiven Kriterien. Unterschiedliche Lehrer bewerten unterschiedlich und dann hast du die Helden, die Einsen nur selten vergeben und die Lehrer, die damit um sich werfen. Die einen bewerten die Klasse im Durchschnitt und daraus abgeleitet gute oder schlechte Noten, die anderen dann auf Basis einer individuellen Leistung. Oder andere sind eh völlig jenseits von gut und böse und bewerten einfach nach Sympathie oder oder. Gerade mündliche Noten sind da recht zufällig.

[–] RidderSport@feddit.org 3 points 2 months ago

So funktionieren Leistungsbewertungen letztlich immer. Manche Bereiche lassen sich besser bewerten (falsch/richtig) und andere kaum (Geisteswissenschaften). Das hört auch nicht in der Schule auf, sondern geht in Studium und Arbeit genauso weiter