this post was submitted on 22 Nov 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Regelmäßig, wenn ich Artikel oder Hinweise zu Mogelpackungen lese, denke ich an sehr alte kleine Einzelhandelläden und den teilweise künstliche erzeugten Verpackungsmüllberg
Wer zwingt uns eigentlich Portionsverpackungen zu kaufen? Ein großer Teil der Waren lässt sich auch offen und Umverpackung kaufen. Probleme, wie teurere Kleinpackungen für Singlehaushalte oder teilweiser unfreiwilligen Aufbrauchen von Überlegen aus zu großen Verpackungen gäbe es nicht. Einheitsgrößen sind bekannte Einheiten für Volumeen, Masse oder Stück.
Mit unserem aktuellen Verbrauchermindset fände ich diese Maßnahme trotzdem hilfreich. Beim gewählten Beispiel Flüssigwaschmittel gibt es dennoch mehr Möglichkeiten der Hersteller zu sparen und verdeckt die Preise zu erhöhen. Anstatt 10% weniger Inhalt in Liter gemessen könnte gebauso schnell eine Produktvariante geschaffen werden die 10% mehr Wasser beinhaltet. Eine kleine Änderung am Logo mit einem schönen Namen reicht aus. Das andere Produkt nimmt man im Anschluss vom Markt.
Supermärkte haben so oder so schon ein hartes Problem mit Schädlingen. Die sind nämlich wirklich ein perfektes Pflaster für Mäuse, Ratten, aber auch für sonstiges unangenehmes Zeugs wie Lebensmittelmotten oder Kakerlaken. Gerade da dort Produkte von zigtausenden (!) Herstellern zusammengeworfen werden, die dann noch über diverse Zwischen- und Zentralläger geschoben werden und natürlich auch noch zehntausende Leute mit Taschen, Behältern etc. da durch laufen, ist es extrem schwierig, sich keine Schädlinge in den Laden einzuschleppen. Irgendein Kunde hat Kakerlaken zuhause und läuft dann mit seinem Kinderwagen durch deinen Laden? Gratulation, du hast jetzt auch Kakerlaken.
Wenn du dann noch mit offenen Behältern arbeitest, wird es noch deutlich schwieriger. Und ja, ich weiß, dass es Unverpackt-Läden gibt und ja, auch das ist schwierig.
Die resultierende Schwierigkeit ist eine Frage der Perspektive z.B. für wen (Einzelhandel, Verbraucher, Großhändler, Hersteller) und ist unterschiedlich je Produkt (Schrauben, Müsli, Milch, Medikamente).
Ja, Schädlinge und Hygiene sind ein Problem. In sehr großen Märkten mit kleinteiliger Arbeitsteilung wahrscheinlich schwieriger umzusetzen als bei kleineren. Dafür lassen sich wenige Große leichter kontrollieren.
Mir ging es im Beitrag mehr um das bewusste Verbraucherverhalten.
Mit zunehmender Vorbereitung der Waren für eine Anwendung, Vorportionierung, Vor-Verarbeitung, usw. erreicht man Komfort und Anehmlichkeiten. Erhöht jedoch auch die Komplexität durch künstliche Vielfalt, z.B. verschiedene Verpackungsgrößen für das gleiche Produkt. Es resultieren Möglichkeiten zur Manipulation durch Marketing oder eben Einsparung bei der Füllmenge.
Die Verantwortung beim Kauf auf Qualität zu achten, Preise auf realistischer Basis zu vergleichen und zwischen Zeitersparnis beim Kauf und dem Nutzwert abzuwägen, bleibt beim Verbraucher und wird sich über Gesetze ersetzen lassen.