this post was submitted on 31 Oct 2025
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Ich hab den letzten Monat mal zur Abwechslung fremde Kulturen besucht, statt zu lesen oder Filme zu schauen. Ich war in Südamerika unterwegs, spezifisch Peru und Chile. War der absolute Hammer und ich kann es jedem empfehlen. Kulturelle Highlights waren Cusco für Inkageschichte in Peru und Valparaiso, die kulturelle Hauptstadt Chiles. Natürlich war landschaftlich und auch sonst viel schönes zu berichten aber das geht hier am Thema vorbei.
Was ich während der Zeit so gelesen und an Filmen geschaut hab reiche ich dann die nächsten Freitage nach.
Edit für mehr Details:
Cusco: Die Inka-Hauptstadt ist der Schlüssel zu vielen historischen Stätten und liegt am Eingang zum Sacred Valley der Inka. Cusco ist aber nicht nur die Pforte zu Orten wie Machu Picchu sondern auch selbst ein kulturelles Highlight mit langer Geschichte. Hier sieht man noch Gebäude die auf den alten, sehr erdbebensicheren Grundmauern der Inka Häuser gebaut wurden. Auch wenn die Spanier alles daran gesetzt haben die Kultstätten und Paläste der Inka zu vernichten und darauf Kirchen und Klöster zu bauen, sieht man an vielen Stellen noch das Vermächtnis des einstigen südamerikanischen Imperiums. Es gibt viele tolle Museen, in denen man über die Geschichte und Kunst der vorkolonialen Völker lernen kann, und natürlich auch über die Zeit nach der Ankunft der Conquistadores. Auch kulinarisch ist Cusco ein Highlight. Die peruanische Küche gilt aus gutem Grund als eine der besten in Südamerika und man kann sie hier in vollen Zügen an jeder Straßenecke genießen.
Valparaiso: Die Stadt an der Küste Chiles war bis zur Vollendung des Panama Kanals 1914 die bedeutendste Hafenstadt Südamerikas. Wer nach Kalifornien wollte musste hier halt machen um neue Vorräte zu laden. Dementsprechend ist das Zentrum, das seit einigen Jahren Weltkulturerbe ist, aus wunderschönen bunten viktorianischen Villen und Prachtbauten erbaut. Leider ist mit dem Ende des Hafens auch der Wohlstand verschwunden, weshalb die meisten dieser architektonischen Schmuckstücke langsam verfallen. Dies hat aber den Vorteil, dass sich hier eine lebhaft Künstlergemeinschaft angesammelt hat, die die alten Häuser mit wunderschönen Murals schmücken. Maler, Bildhauer, Straßenmusiker, Fotografen und andere Kreative können sich hier das Leben noch leisten und sorgen für eine tolle Stimmung. An jeder Ecke gibt es neben den allgegenwärtigen Murals nette kleine Gallerien, Kaffes und Bars. Auch Studenten lieben die Stadt, es gibt hier gleich 4 Universitäten. Valparaiso erinnert mit seiner Küstlerszene und den Hügeln an der Pazifikküste an San Francisco, oder zumindest an das, was vor dem Einzug der Silicon Valley Milliardäre und der damit einhergehenden Gentrifizierung dort einmal war. Obwohl es an vielen Orten für Touristen nicht ganz ungefährlich ist, lohnt sich ein Besuch.
Oh, klingt super interessant! Wie hat es mit der Verständigung funktioniert? Reicht englisch?
Das ist tatsächlich manchmal nicht ganz einfach. Insgesamt ging es aber ganz ok und man kann in den meisten Fällen mit Englisch ans Ziel kommen. In Städten und gerade im Gespräch mit jungen Leuten oder Menschen, die vom Tourismus leben, kommt man mit Englisch gut zurecht. Aber ich war auch in sehr ländlichen Gegenden unterwegs, wo man z.T. nicht mal mit Spanisch weit kommt. Da sprechen viele Leute in Peru dann zum Beispiel Quechua oder ähnliche indigene Sprachen.
Ich spreche ein wenig Italienisch und Französisch, das ist ne gute Grundlage um sich ins Spanische einzudenken und den Rest regelt man mit Englisch und Zeichensprache… zur Not sollte man aber vielleicht das Handy und ne Übersetzer-App dabei haben. Es gibt meistens gutes Netz und die Datenpakete für ne E-SIM sind dort ziemlich günstig.