this post was submitted on 16 Oct 2025
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Wie können die Menschen das qualifiziert entscheiden, wenn die persönliche Mehrbelastung noch garnicht absehbar ist?
heisst es im Artikel.
Aber ein Nichtstun wird auf lange Sicht mMn. garantiert nicht günstiger. Wir haben doch jetzt schon mit den Altlasten der vergangenen Dekaden zu kämpfen.
Keine Widerrede. Nur stand eben kein Preisschild am Entscheid. Im Gegenteil warb man mit einem Klimaschutz, von dem "alle profitieren". Dass es hier nicht um Profit im monetären Sinne geht und im Gegenteil viele dafür mehr zahlen müssen, sei es bei Miete, KfZ oder einfach über die Steuern, wird da nicht erwähnt.
Das ist der logische Schluss und muss dem mündigen Bürger nicht extra erklärt werden.
dem mündigen Bürger werden auf der Seite der Kampagne allerlei andere Sachen erklärt. Dann könnte man doch ein ausgewogenes Bild zeigen
Es steht auch kein Preisschild am "weiter so wie jetzt", aber es spricht vieles dafür das das mittelfristig (und für einige auch kurzfristig) deutlich teurer werden wird.
Weiter so wie jetzt war ja auch nicht die Alternativ Optionen sondern das spätere Klimaziel von davor beizubehalten.
Die derzeitigen Klimaziele sind alle "weiter so wie jetzt" und dann irgendwann in den späten 2030 oder 2040 Jahren machen wir dann ganz sicher (/s) mal was mit unrealistischer Technologie wie CO2 aus der Umluft entfernen.
Für solche Fälle gibts den Sozialstaat, der aber derzeit von rechten und konservativen Kräften bekämpft wird.
Jedes Unternehmen, jedes Militär, alle Regierungen und soziale Kollektive müssen "Entscheidungen unter Unsicherheit" treffen.
Nur ein Beispiel, als die Ukraine von Russland angegriffen wurde, hatten ihre Bürger keine Gewissheit, ob es etwas bringt sich zu wehren.
Veränderungen bedeuten immer Unsicherheiten. Wer aber aktiv in Veränderungen hineingeht, hat viel mehr Chancen, sie gut zu gestalten. Wie hier z.B. die soziale Gestaltung der notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz.
Es ist aber ein Charakteristikum der Debatte um Klimaschutz und der Bremser und der fossilen Industrie, Unsicherheiten zu betonen und mit Desinfirmation ein falsches Bild zu zeichnen. Wie z.B. viele Jahre lang die unwahre Behauptung, zum menschengemachten Klimawandel gäbe es angeblich keinen wissenschaftlichen Konsens. Diese Strategie ist darauf ausgerichtet, Handeln zu lähmen.
Und die einzigen Nutznießer des Nichthandelns ist die fossile Industrie. Nicht die Menschen und schon gar nicht die weniger reichen.
Meine Kritik ist nicht das sich die Mehrkosten nicht 100-prozentig sicher beziffern lassen sondern dass so getan wird dass es gar keine Mehrkosten gibt im Gegenteil sogar Profit irgendeiner Art dabei rauskommt, siehe Kampagnen Webseite. Ich will meinen Teil halte diese ganzen Maßnahmen für sinnvoll, teilweise überfällig. Ich kann mir das Ganze aber im Zweifelsfall auch leisten und ächtsze nicht jetzt schon unter den hohen Wohnkosten in einer der beliebtesten Städte Deutschlands.
Überleg mal, wo wir heute wären, wenn die damalige Umweltministerin Frauu Dr. Merkel in der letzten Regierung von Helmut Kohl - nach Beratung durch das zu genau der Zeit gegründete Potsdam Institut für Klimaforschung - beschlossen hätte, die Emissionen nur um 3% Jährlich zu senken.
Das ist 30 Jahre her, also wären wir jetzt bei 60% zusätzlicher Reduktion ohne nennenswerte Anstrengung. Die Anstrengungen sind nötig, weil Jahrzehnte nichts gemacht wurde - statt dessen werden immer noch fossile Techniken subventioniert, teils mit Milliardenbeträgen.
Und, jawohl, jede transformaztive Veränderung bringt auch hohes Potenzial, Dinge besser zu machen. Z.B. haben sich Amsterdam, Kopenhagen und Paris zu einer klimafreundlichen Verkehrspolitik entschlossen und haben massive Gewinne an Lebensqualität erreicht.
Wie kommst du zu dem Schluss dass die Anstrengungen nicht nennenswert gewesen wären? Weil die Prozentzahl klein ist?
Mir fallen dann nur Sozial Transfers ein wo die Stadt Hamburg mittelbar fossile Technologien subventioniert. Welche Subventionen der Stadt Hamburg hast du im Kopf?
Absolut, das sind alle sehr schöne und liebenswerte Städte. Die dürften aber auch allesamt teurer sein als in Hamburg was die Angebotsmieten angeht. Darauf wird es in Hamburg auch hinauslaufen.
Was Wohnen in Hsmburg und anderswo teuer macht, ist nicht Klimaschutz sondern fehlender sozialer Wohnungsbau. Wien ist ein gutes Beispiel, es ist strukturell ähnlich zu Berlin aber da gibt's mehr Sozialwohnungen und Wohnen ist fa billiger.
Hausaufgabe: Schau dir aktuelle Angebotsmieten in Wien an. Was in solchen Stories gerne erzählt wird: Irgendeine Oma hat kurz nach dem Krieg ne Wohnung bezogen, die quasi an den Enkel vererbt. Das ist schön für Oma und Enkel, hat nur nichts mit den Mietpreisen für Zuziehende zu tun.
Yup. Kleine Änderungen über eine lange Zeit sind einfacher als grosse. Auch einfach weil weniger fehlinvestiert wird in Dinge die langfristig keinen Sinn machen.
Mich nerven diese ständigen Bedenkenträger so sehr, die immer so tun als ob "weiter so" eine Option wäre. Der Kurswechsel, den wir in allen Bereichen brauchen, wird immer mit Kosten, Rückschlägen und Fehlern kommen. Also lieber jetzt damit anfangen und in 10 Jahren schon schlauer sein, als weiter zu warten und zu hoffen, das Die Zukunft™ noch möglichst lange nicht kommt. Das ist absolut dumm, verantwortungslos, feige und unehrlich. Seit Jahrzehnten!
Wen meinst du jetzt genau?
Das war an dich gerichtet. Vielleicht habe ich deine Intention aber falsch verstanden?
Kannst du noch mal hervorheben wo ich geschrieben habe, dass "weiter so" eine valide Option wäre? Ich stelle lediglich fest dass die meisten Leute in völliger Unkenntnis damit verbundenen Kosten abgestimmt haben.