this post was submitted on 11 Oct 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Wie ich vor kurzem gelernt habe und sehr nachvollziehbar finde:
Es gibt kein Paradox der Toleranz. Es gibt einen Gesellschaftsvertrag. Du bist zu mir tolerant und ich zu dir. Wer diesen einseitig aufkündigt kann sich dann auch nicht mehr auf ihn berufen. So einfach ist es im Endeffekt.
Aber genau das ist doch die Lösung des Paradoxons?
Jain, es wird ja von Karl Popper beschrieben als paradox, also als sich selbst widersprechend. Und das ist es eben nicht. Er hat es nicht als Gesellschaftsvertrag formuliert, sondern als Eigenschaft die eine Gewerkschaft haben sollte. Und dann wirkt es paradox und die Intoleranten beziehen sich darauf und versuchen unbeteiligte damit von ihrer Seite zu überzeugen. Wenn man es aber mit dem Gesellschaftsvertrag begründet, ist es einfacher verständlich und widerspricht sich nicht selbst. Was es für manche Menschen einfacher verständlich macht, warum es damit trotzdem das Richtige ist gegen die Intoleranten intolerant zu sein.
Danke für die Erinnerrung, die letzten Jahre hatte ich bei dem Thema immer nur gedacht "He Moment mal, gab es da nicht irgendeine total sinnnvolle, einfache Erläuterung zu?"
Das ist stimmig. Wo hast du das gelernt?
Irgendwo im Internet, ich finde es leider nicht mehr. War kein philosophisches Werk, sondern ein Kommentar der das beschrieben hat. Und er löst das Paradoxon einfach erklärbar auf.
Mir sass das "Paradox" auch immer irgendwie quer, es ist doch einfach nur Gesunder Menschenverstand - mit dem Wort Gesellschaftsvertrag ist das noch besser erklärt 👍
Es ist dann paradox, wenn ich Ethik als (gott/natur/spaghettimonster-) gegeben statt als soziales Konstrukt sehe.