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Rostock

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da !rostock@feddit.de nicht mehr ist 🪦.

Gibt's nun !rostock@feddit.org \o/

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Der Rostocker „Bunker“ ist in Not. Wegen Corona-Rückzahlungen in Höhe von 30.000 Euro rief der Club zur Spendenaktion auf und veranstaltete am Wochenende (22. und 23. Mai) zwei „Rettet den Bunker“-Partys.

Das Ende eines Rostocker Kultclubs? Soweit wollen die Fans des „Bunker“ es nicht kommen lassen. 30.000 Euro Corona-Hilfen muss das beliebte Kulturzentrum in der ehemaligen Neptunwerft zurückzahlen. Geschäftsführer Marc Jenderny und sein Team riefen deshalb zur Spendenaktion auf und luden zu „Rettet den Bunker“-Partys ein. An zwei Abenden feierten hunderte Besucher, um ihren Lieblingsclub zu retten.

Kneipenquiz, Live-Bands und DJs: „Die Stimmung kocht immer gut über“

Bereits um 20 Uhr konnten Besucher am Freitag den Club betreten und auf drei Stockwerken das abwechslungsreiche Programm genießen. Start machte das traditionelle Kneipenquiz, in dem die Teilnehmer zwei Stunden lang um den ersten Platz rätselten.

Eine Etage darüber gab es Drum and Bass und Techno von insgesamt neun DJs zu hören. Bei Shelter und Lappalie konnten Fans von Rock und Folk Punk auf dem Main Floor mitsingen bevor ab 23 Uhr 80er Hits zu hören waren.

Ähnlich volles Programm am Samstag. Den Start um 20 Uhr machte ein dreistündiger Tanzkurs im Erdgeschoss. Zeitgleich gab es mit den Bands Antispielismus, Hängolin und Klatsche Punk, Ska und Metal zu hören. Die zahlreichen DJs sorgten für Abwechslung: Techno, Trance, Pop, Punk, Indie, Metal und 80er - für jeden Musikgeschmack war auf den drei Tanzflächen etwas dabei.

André „BlacKSharK“ Hinrichs war dabei und heizte die Stimmung am Freitag an. Seit über zehn Jahren legt der Drum and Bass-DJ im Bunker auf. „Die Stimmung kocht immer gut über“, erzählt der 43-Jährige, der auch privat gerne dort feiert. Dass es zu der Notlage kam, macht ihn traurig. „Aber es hilft nichts“, sagt er. „Ärmel hochkrempeln und gucken, was man macht. Wer will, findet einen Weg.“

Gäste kamen, um Club zu unterstützen: „Es wäre schön, wenn das erhalten bleibt“

Martin Schmidt kam zu beiden Partys. „Es wäre richtig schade, wenn das eingehen würde“, sagt er. „Es gibt hier viele verschiedene Sachen und das ist ein Kulturangebot, das man nicht in jeder Stadt findet.“ Das habe der gebürtige Thüringer schnell schätzen gelernt, als er vor drei Jahren nach Rostock kam. „Es wäre schön, wenn das erhalten bleibt. Deshalb unterstützen wir das.“

„Für die Kulturlandschaft ist es generell schade, wenn etwas zu macht“, findet auch Maria Kobel, die an diesem Wochenende vor allem wegen der Bands dabei war. „Und selbstverständlich, um den Bunker zu unterstützen.“

Bunker-Team bleibt optimistisch

„Der Bunker ist ein wichtiger Kulturpunkt“, sagt auch Marcel Drevient, der an diesem Wochenende auflegte. Bei einer Schließung würde eine der wichtigsten Anlaufstellen für elektronische Musik in Rostock verloren gehen, findet der DJ. „Aber im Moment habe ich noch das Gefühl, dass die Stimmung hoffnungsvoll ist.“

Mike Treichel arbeitet seit sieben Jahren am Einlass des Bunkers. „Der Club ist etwas besonderes, weil wir so eine breite Möglichkeit haben, den Menschen unterschiedliche Musik zu bieten.“ Die Arbeit im Club gefällt ihm. „Sonst würde ich das nicht schon so lange machen“, so der 46-Jährige. Trotz angespannter Lage bleiben er und seine Kollegen optimistisch. „Ich kenne niemanden hier, der aufgegeben hat.“

Steffi Biederstädt organisiert Live-Konzerte im Bunker und moderierte früher das Kneipenquiz. Schon 2009 verteilte sie in ihrem Studentenjob Flyer für den Club, für die „Rettet den Bunker“-Partys legte sie sich ins Zeug, um die Events auf die Beine zu stellen. „Ich glaube noch an eine Lösung“, sagt sie. „Es ist angespannt, aber ich will mir nicht vorstellen, dass man den Club wegen so etwas zu Grunde gehen lässt.“

Club muss bis Juni Geld zurückzahlen

Der Bunker erhielt während der Corona-Krise Überbrückungshilfen vom Landesförderinstitut MV (LFI). Gleichzeitig griff das Lokal auf eine zweckgebundene Förderung der Initiative Musik unter dem Label „Neustart Kultur“ zurück, um DJs, Musiker und Künstler zu bezahlen.

Das LFI bewertete diese Gelder nun als Einnahmen des „Bunkers“ – „obwohl diese zu 100 Prozent weitergereicht wurden“, so Geschäftsführer Marc Jenderny. Bis zum 10. Juni muss der „Bunker“ die Corona-Hilfen an das Land zurückzahlen. Sollte der Club das Geld nicht auftreiben können, müsse ein Insolvenzantrag gestellt werden.

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