this post was submitted on 14 May 2026
15 points (94.1% liked)
Tierwelt
221 readers
17 users here now
Community für Austausch zum Thema Welt der Tiere.

Verwandte Communities:
Netiquette wird vorausgesetzt. Gepflegt wird ein respektvoller Umgang - ohne Hass, Hetze, Diskriminierung.
Bitte beachtet die Regeln von Feddit.org.
✅ Deutsch
✅ English
Attribution
- Die Sidebar zeigt Erdmännchen, die Erdmännchendinge machen. Photo by Dušan veverkolog on Unsplash
- Das Banner zeigt einen Schmetterling (orange Lacewing butterfly). Photo by David Clode on Unsplash
- Das Icon zeigt einen Elefanten im Sonnenuntergang. Photo by atwena Goodman on Unsplash
founded 2 years ago
MODERATORS
you are viewing a single comment's thread
view the rest of the comments
view the rest of the comments
Ist ja wie bei den Gorillas. Die Bedrohung durch menschliche Aktivitäten hat ihre Populationen schon stark dezimiert, und dann können die auch nicht aufhören, ihre Jungtiere zu töten. Ein guter Beweis dafür, dass evolutionär angeborenes Verhalten nicht immer dem Fortbestand der Spezies dient.
Es könnte an Stress durch Nahrungsknappheit gekoppelt sein. D.h. es könnte Massensterben verhindern indem Überbevölkerung verhindert wird. Das vermute ich allerdings nur.
So wie ich es gelesen habe, ist es genau umgekehrt: Infantizide gibt es bei vielen Arten (Löwen, Gorillas, und wohl auch Kegelrobben). Diese dienen hier der Weitergabe von Genen des Männchens, indem es fremde Jungtiere tötet - die eigenen Jungtiere haben nun weniger Konkurrenz um Ressourcen und auch der Anteil der eigenen Gene an der Gesamtpopulation nimmt zu. Dieses Verhalten war bisher nie ein Problem - es gab immer genug Nachwuchs, um diese "Verluste" auszugleichen. Bis der Mensch alles ins Ungleichgewicht gebracht hat.
Löwen und Gorillas haben ein Leittier, das sich exklusiv paart. Jungtiere dann zu töten verschafft einen Vorteil, weil die Weibchen früher paarungsbereit werden. Bei Robben wird es aber im jährlichen Rhythmus Nachwuchs geben und alle paaren sich gleichzeitig.