this post was submitted on 11 Feb 2026
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wir_iel

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Dies ist Unser Unter!

Alle Pfosten mĂĽssen den Titel "wir_iel" haben, der Unterstrich darf durch beliebig viele GefĂĽhlies ersetzt werden.

1. Seid nett zueinanderDiskriminierung, Rassismus und Faschismus wird in keinster Form auch nur Ansatzweise geduldet.

2. Alle Pfosten den Titel wir_iel habenAlle Pfosten mĂĽssen den Titel "wir_iel" haben, der Unterstrich darf durch beliebig viele GefĂĽhlies ersetzt werden.

3. Meta Pfosten sind erwĂĽnschtMeta Pfosten sind ausdrĂĽcklich erlaubt.

4. Nein, wir nehmen uns nicht ernstWirklich nicht.

5. Wir benutzen das generische FemininumNimm das, Patriarchat!

6. Wir stehen nicht in Konkurrenz zu ich_ielWir pflegen einen respektvollen Umgang und nehmen auch gerne ~~West~~Packete an. Kaffee ist schlieĂźlich teuer auf dem Weltmarkt und Devisen knapp.

7. Keine KIAus GrĂĽnden

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[–] itslilith@lemmy.blahaj.zone 4 points 2 days ago (2 children)

Stimm ich dir voll zu. Die politische Lösung wird auch tatsächlich komplex, auch wenn die moralische Einordnung es nicht ist.

Als erstes einmal: sämtliche Militär- und Sicherheitskooperationen mit Israel stoppen. Solange die Rüstungsindustrie treibende Kraft der israelischen Wirtschaft (auch und vor allem für Export) ist, wird es keinen Frieden geben (israelische Rüstungskonzerne werben teils mit "Battle tested in Gaza", und das nicht erst seit dem 07.10.23). Mit Sanktionen drohen, falls Israel nicht von der völkerrechtswidrigen Besatzung vom Westjordanland und Teilen Gazas, Syriens und Lebanons ablässt. Eine internationale Anerkennung des palästinensischen Staates, und eine internationale Tripwire-Force (am besten mit UN-Mandat, aber da die VSA das vermutlich verhindern werden, notfalls auch ohne). Wichtig ist, dass genug Internationale beim Wiederaufbau beteiligt sind, dass Israel sich den diplomatischen Konflikt eines weiteren Mikitärangriffs nicht leisten möchte.

Das wären alles erstmal unilaterale Handlungen, die ein williges Land relativ einfach umsetzten könnte.

Im Kern des Problems liegt leider (neben den seit Jahrzehnten schwelenden Ressentiments) auch die extreme Militarisierung der israelischen Gesellschaft.

Es gibt zum Glück Kräfte in Israel, die sich auch dagegen organisieren. Wenn du z.B. mal die Gelegenheit bekommst, einen Vortrag von New Profile dazu zu hören, mach das auf jeden Fall.

https://newprofile.org/en/militarism-in-israeli-society-2/

[–] Emopunker@feddit.org 6 points 2 days ago (1 children)

Ich stimme dir zu, dass Israel, solange er völkerrechtswidrige Scheiße macht, sanktioniert werden soll und dass Israel sich aus Gaza, Golanhöhen und Westjordanland zurückziehen soll (inkl. illegal angesiedelte Siedler). Und ich hoffe, dass Israel mal eine Regierung bekommt, die sowas umsetzt, wenn der Weltstaatengemeinschaft da wieder schläft.

Bin von der Sorte, dass es Israel und Palästina geben soll (1967 Grenzen aber ohne Golanhöhenbesetzung) und frei Bewegung von Palästinenser*innen zwischen Gaza und Westjordanland.

Leider ist bei einigen Lemmyinstanzen alles arg schwarz-weiĂź.

[–] Chemo@feddit.org 0 points 2 days ago

Und ich hoffe, dass Israel mal eine Regierung bekommt, die sowas umsetzt, wenn der Weltstaatengemeinschaft da wieder schläft.

Naja, das letzte mal als sich Israel aus Gaza zurückgezogen hat, hat sich die Hamas an die Macht geputscht und die nächsten Jahrzehnte Israel wöchentlich mit Raketen und Mörsergranaten bombardiert. Ich würde sagen das passiert Israel nie wieder.

[–] Gladaed@feddit.org 2 points 2 days ago (1 children)

Die Forderung Menschen zu vertreiben die dort schon 30 Jahre leben halte ich nicht fĂĽr gut, auch wenn die Landnahme illegal war. Was macht man bei der RĂĽckgabe mit den dort heute lebenden Menschen?

Einen Palästinensischen Staat gibt es heute nicht mehr. Bestehende Strukturen sind zerstört worden und eine Befreiung der Bevölkerung in einen freien Staat erfordert viel Nation building. Die Palästinenser sind weiterhin auf engstem Raum eingepfercht. Ob so ein Zustand auf Dauer funktioniert ist zumindest fraglich. Und viele Palästinenser haben jetzt Gründe sich Israel feindlichen Milizen und Terrororganisationen anzuschließen. Um das zu verhindern muss man entweder die Einflussnahme der Nachbarländer einschränken oder anderweitig einen Weg nach vorne bieten.

Mir ist unklar wie man es hinbekommt, dass Israel ein williges Land für diesen Wandel wird. Die Hebel die die internationale Gemeinschaft hat wirken auf mich sehr begrenzt. Die USA sind ein starker Verbündeter der zu Israel hält und die israelische Produkte sind essentiell für unsere Bedürfnisse. E.g. Intel, amat, und sonstige High Tech Produkte.

[–] itslilith@lemmy.blahaj.zone 4 points 2 days ago (1 children)

Die Siedler, die dort leben, tun das aber, weil sie im vollen Bewusstsein des Völkerrechtsbruchs palästinensisches Land besetzt haben. Etwas schwieriger wird es für Leute, die dort als Kinder solcher Siedler geboren sind, das stimmt. Diese Leute sollten vielleicht die Möglichkeit bekommen, palästinensische Staatsbürgerschaft zu bekommen und dort wohnen zu bleiben, solange die Familien, die dort vertrieben wurden, kompensiert werden

[–] Gladaed@feddit.org 1 points 2 days ago (1 children)

Die Vertriebenen Familien sind oft tot oder leben schon lange woanders (meine vor langer Zeit verribene, nicht in den letzten paar Jahreb).

Das verteilen der Staatsbürgerschaft ist auf ersten Blick sinnvoll, ich befürchte aber dass es nicht gut ist einer palästinafeindlichen Gruppe systematisch ~~einzudeutschen~~ einzupalestinaen.

Selbst wenn du ein illegaler Besatzer bist verjährt auch das zu einem gewissen Grad.

[–] itslilith@lemmy.blahaj.zone 3 points 2 days ago (1 children)

Zu Teilen bestimmt, aber die Siedlerbewegung ist in den letzten Jahrzehnten exponentiell gewachsen. Und first generation Besatzer würd ich nicht zustimmen, das das verjährt.

Viele der Siedler tun das ja ausdrücklich, um das Land zu Teil von Israel zu machen. Wenn also klar gemacht wird, das ihr Haus in Palästina steht, und sie die Wahl bekommen, nach Israel umzuziehen oder die Vertriebenen zu entschädigen und die palästinensische Staatsbürgerschaft zu erhalten, werden letzteres vermutlich nur wenige tun.

Die Details mĂĽssten aber nochmal genauer ĂĽberdacht werden