this post was submitted on 05 Jun 2026
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Natürlich musst du den Wertverlust mit in die jährlichen Kosten aufnehmen. Stell dir vor, dass du die Karre dann nicht irgendwann verkaufst, sondern einfach fährst bis sie komplett kaputt ist. Dann hast du halt die 24.000€ ausgegeben, jetzt kein funktionsfähiges Auto mehr und musst wieder 24.000€ für ein neues Auto ausgeben, damit du wieder eins hast. Diese Kosten musst du in die Gesamtkosten deines Autos rechnen. Wertverlust läuft dann ähnlich, dann ist dein Auto halt nicht kaputt, aber du verkaufst das 24.000€ Auto dann halt nach x Kilometern für 10.000€ und hast dann auch kein Auto. Diese x Kilometer fahren haben dich dann halt die 14.000€ Wertverlust gekostet
Kaufst du kein Auto, fallen diese Kosten einfach nicht an und Kosten, die nicht anfallen, sind halt eine Ersparnis.
(Das ist übrigens auch das, was diese ganzen Leute mit ihren "Fixkosten fallen eh an" nicht raffen: Der Wertverlust ist halt auch kilometerabhängig. Ein Auto, das 50.000km gelaufen ist, ist mehr wert als eins, das 150.000km gelaufen ist. Daher kann und muss man diesen Wertverlust auch auf die Kosten pro Kilometer anrechnen und das macht Autos erstaunlich teuer)
Ja klar, aber ich wage auch mal zu bezweifeln das er das Auto damals für 30000 verkauft hat, da es heute im markt für sicher 5-6k weggeht. Das Auto ist bereits komplett abgeschrieben. Und wie in meinem anderen Kommentar geschrieben fände ich den Wertverlust nur sinnvoll wenn man vom kauf eines Auto rechnet und hier war das ja bereits vorhanden also das Kapital schon gebunden. Wenn man die Kosten rausrechnet hat er ja immernoch Gewinn erzielt, halt nur im Bereich von 6000€ was ja auch nicht schlecht ist. Man könnte ja auch bei gehen und Mobilfunk und Handykosten in das neue einrechnen da man für car-sharing eine App oder auch für die öffies. Wenn man fies ist auch die Wohnung da mit Auto man außerhalb eine günstigere Wohnung haben könnte wo die öffis dann nicht so gut sind.
Du hast die Rechnung falsch verstanden. Er hat sein bisheriges Auto im Jahr 2014 verkauft. Und dann auf der Basis den realisierten Wertverlust berechnet, also den Unterschied zwischen seinem Kaufpreis und dem, was er dann noch dafür bekommen hat. Diese Summe hat er dann auf die Jahre des Autobesitzes gerechnet und kam auf 2.000€ pro Jahr, die das Auto an Wert verloren hat. Ist jetzt nicht total schräg. Das wäre ein 30.000€ Auto, das nach 10 Jahren dann noch 10.000€ wert ist.
Um auf die berechneten 30.000€ zu kommen, hat er also kein reales Auto verkauft. Er hat den Wertverlust seines vorherigen Autos weitergeführt, dort die Inflationsrate einberechnet und das als Ersparnis angesetzt. Ist eine völlig sinnvolle Vorgehensweise
Ich finde, das Problem ist, dass alle anderen Kosten eigentlich laufend wiederkehrende Kosten sind, während der Wertverlust eher auf einer Sättigungskurve liegt: KFZ-Steuer kostet halt 400 Euro im Jahr und der Betrag kommt immer wieder. So schreibt er ja zur gesamten Rechnung:
Der Wertverlust kehrt aber nicht in gleicher Art wieder wie eine KFZ-Steuer, da das Auto ja nicht linear jedes Jahr 2000 Euro an Wert verliert. Spätestens wenn der Wertverlust = Kaufpreis ist, wird das Auto ja keinen negativen Wert bekommen. Die KFZ-Steuer hingegen wird weiter anfallen.
Daher kommt mir die Rechnung, wie sie hier ist, schon auch ein wenig schief vor; auch wenn es grundsätzlich sicher auch nicht verkehrt ist, den Wertverlust irgendwie auch mit auf dem Schirm zu haben.
Natürlich ist die Rechnung etwas schief, weil du das ja auch nicht wirklich seriös rechnen kannst: Wie du beschreibst, ist der Wertverlust nicht linear. Dafür sind ältere Autos bei Reparaturen unberechenbar. Gebrauchtwagen sind während Covid hart teuer geworden, der Wertverlust ist also geringer. Die Inflation bei Neuwagen ist aber auch nicht stehengeblieben. Das gesparte Geld könntest du ja auch investieren und damit Dividende oder Zinsen bekommen, was sich über 12 Jahre richtig läppert. Und so weiter. Daher sind halt solche Vereinfachungen sinnvoll.